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Ein PS für 150 Franken

Subarus Spitzensportler wird noch bissiger: Die vierte Generation des WRX STI kommt im Mai als attraktives Angebot in die Schweiz. Die viertürige Allradlimousine mit 300 PS kann ab sofort geordert werden, mit oder ohne Flügel.

Die werkseitigen Rallye-Aktivitäten hat der japanische Allradpionier Subaru nach der Saison 2006 und je drei Weltmeistertiteln in der Fahrer- und Markenwertung eingestellt. Ungeachtet dessen fliessen die sportlichen Gene der Marke noch immer ungefiltert in die Serienproduktion und vermitteln einem ganz speziellen Kundenkreis Fahrspass auf höchsten Niveau zu vernünftigen Preisen. Das Extrembeispiel dafür ist die Neuauflage des WRX STI AWD, die schon zwei Monate nach der Europapremiere am Genfer Salon bei den Subaru-Händlern auf Käufer wartet und in der Sportversion gerade mal 150 Franken pro PS kostet. Einem Vergleich damit hält höchstens die letzte Ausgabe des Mitsubishi Lancer Evo stand.

Wegen der enormen Allradakzeptanz ist die Schweiz der wichtigste Europamarkt des japanischen Herstellers, der sich entgegen anderslautenden Gerüchten keineswegs von dieser interessanten Bühne verabschieden, sich aber etwas anders positionieren will. Mit dem WRX STI als Symbol für die technische Akzeptanz wird verstärkt nicht mehr nur auf Sicherheit, sondern auch auf Fahrspass und Temperament gesetzt. In der Schweiz hat Subaru seit der Markteinführung 1979 – bereits damals mit dem inzwischen auf Lebzeiten verpflichteten Bernhard Russi als Markenbotschafter – schon mehr als 323?000 Fahrzeuge verkauft. Etwa 7500 Einheiten wie 2013 sollen in diesem Jahr dazukommen und daran dürfte der WRX STI gemäss den gewohnt ambitionierten Planungszielen mit 500 massgeblich beteiligt sein.

Erstmals wird den Käufern die Chance geboten, die 4,6 Meter lange und recht geräumige Sportlimousine für 44?900 Franken ohne den wuchtigen Heckflügel zu bestellen. Trotz der damit verbundenen Minderkosten von 500 Franken und dem angenehmen Nebeneffekt, dass sich so die Ordnungshüter und die militanten Grünen weniger provoziert fühlen könnten, erwartet der Importeur aber höchstens neun Prozent der Bestellungen für die zivilere Version. Nur wenig höher eingestuft werden die Absatzmöglichkeiten der 8400 Franken teureren Luxury-Ausführungen mit Ledersportsitzen, Navigationssystem, Rückfahrkamera, elektrischem Glas-Schiebe- und -Hebedach, Regensensor und anderer Komfortausstattung.

Die aerodynamischen Nachteile beim Verzicht auf den auffälligen Heckspoiler sind so gering, dass sie vom Durchschnittslenker im Strassenverkehr kaum wahrgenommen werden. Die Väter des mit Abstand stärksten Modells der aktuellen Su­baru-Palette versprechen dieselbe Agilität wie in einem Porsche 911 und können das auch in Zahlen belegen. Gleichzeitig garantieren sie einen pro- blemlosen Umgang mit dem nicht jedermann vertrauten Leistungsangebot. Dafür verantwortlich sind neben vielem anderen das verbesserte Ansprechverhalten der Lenkung, die Reifenhaftung an der Hinterachse, die geringe Eigenbewegung der noch steiferen Karosserie und das reduzierte Gewicht. Der WRX bleibt beherrschbar, auch wenn der Lenker ans Limit geht. Dar­über hinaus gibt es keine Garantien.

Der verbesserte 2,5-Liter-Vierzylindermotor mit einem maximalen Drehmoment von 407 Newtonmetern und einer Höchstleistung von 300 PS lässt das Herz jedes Autofreaks höher schlagen. Die Beschleunigungswerte aus dem Stand sind ebenso beeindruckend wie beim Überholen auf der Autobahn. In Zurückhaltung übt sich das perfekt mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe verknüpfte Boxer-Triebwerk aber auch beim Verbrauch nicht. In Ermangelung eines kleineren Motors kann Subaru noch nicht auf der Downsizing-Welle reiten. Die Freunde sportlicher Fahrerlebnisse stört das ebenso wenig wie der erhöhte Lärmpegel im gepflegten und gut eingerichteten Interieur.

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