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Ein Räuberduo macht Volg-Läden unsicher

Zum dritten Mal innert zweier Wochen wird ein Volg-Laden zum Ziel eines Raubüberfalls – diesmal in Buch am Irchel. Gemäss Polizei war wohl jedes Mal dasselbe Duo am Werk.

Bis vor wenigen Monaten haben die Volg-Läden rund um Winterthur als relativ sicher gegolten. Jetzt nicht mehr: Seit März und vermehrt seit Mitte August haben sich die Überfälle auf diese Geschäfte gehäuft. Das bisher letzte Ziel dieser unheimlichen Serie ist der Volg in Buch am Irchel, in den auch eine Postagentur integriert ist. Am letzten Montag kurz vor Ladenschluss gegen 19 Uhr waren nur noch eine Verkäuferin und zwei Kunden in der Filiale. Plötzlich kamen zwei maskierte Männer herein und bedrohten die Verkäuferin mit einer Faustfeuerwaffe, wie die Kantonspolizei gestern mitteilte. Sie zwangen die Frau, das Bargeld herauszurücken. Die Räuber erbeuteten mehrere Tausend Franken und flüchteten mit einem grauen Kleinwagen Richtung Flaach. Die Kantonspolizei startete nach dem Alarm sofort eine Fahndung; sie sucht Zeugen, die vor allem Angaben zum Auto machen können (Telefon: 044 247 22 11). Link hergestellt Was auffällt: Anders als bisher stellt die Kapo jetzt von sich aus einen Zusammenhang zu den anderen Raubüberfällen her. Sie gehe gemäss den bisherigen Ermittlungen davon aus, «dass die gleiche Täterschaft für weitere in den letzten zwei Wochen verübte Überfälle auf Lebensmittelgeschäfte verantwortlich ist», steht im Communiqué. Damit seien die Überfälle in Rickenbach vom 23. August und in Hagenbuch vom 31. August gemeint, sagt Kapo-Sprecher Marc Besson auf Nachfrage. Dass es sich um die gleichen Täter handle, sei vor allem wegen des Signalements und des Vorgehens nicht auszuschliessen. Hier einige Beispiele für Parallelen: K Signalement: Die Täter sind in allen drei Fällen zwischen 20 und 30 Jahre alt und zwischen 170 und 180 Zentimeter gross. Der eine ist von schlanker, der andere von mittlerer Statur. Sie tragen dunkle Kleidung und sind immer maskiert. Am Montagabend in Buch am Irchel verwendeten sie Schals mit Sehschlitzen. Ausserdem sprechen sie Schweizer Dialekt. K Tatvorgang: Die Räuber haben sich in allen drei Fällen einen Volg in einem kleinen Dorf ausgesucht. Sie schlugen jedes Mal kurz vor Ladenschluss zu und flüchteten mit einem Auto. Auch das Vorgehen im Laden trägt gemäss Polizeisprecher stets dieselbe Handschrift; Details gibt die Kantonspolizei aber nicht preis. Doch nicht alle Überfälle auf Lebensmittelläden, die sich seit März ereignet haben, folgten demselben Muster. Im thurgauischen Ettenhausen etwa war am letzten Freitag ein Denner-Satellit betroffen, die unbekannten Täter kamen am Nachmittag und hatten ein Gewehr dabei. In Elgg und Gundetswil hatten die Räuber den Verkäufern in aller Frühe aufgelauert und sprachen ein gebrochenes Deutsch. Volg analysiere jeden dieser Überfälle, sagt Sprecher Reinhard Wolfensberger. «Es braucht aber keine kurzfristigen Massnahmen. Die Ausbildung unseres Personals und die technischen Vorkehrungen sind auf dem neuesten Stand, wie die Polizei bestätigte.»

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