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Ein schwerer erster Schritt für den EHCW

Der EHCW gewinnt das erste Spiel im Playoff-Halbfinal gegen Bellinzona klar 3:0. Aber die Winterthurer mussten lange kämpfen, bis sie sich ihres Sieges sicher sein konnten.

3:0 – das ist ein gutes Resultat für den EHC Winterthur, freilich nach einem sehr zähen Spiel. Aber das war nicht anders zu erwarten gewesen. Denn Bellinzona verteidigte sich gut, und hätten die Tessiner nicht viel zu viele Strafen gesammelt, so hätten sie wohl auch die Kraft gehabt, den Match in ihrem Sinne zu steuern. Das war ziemlich lange möglich. Denn erst mit dem Tor zum 2:0 Spencer Rezeks in der 53. Minute war der Ausgang klar.Das sahen auch die Tessiner so. Zumindest gaben sie sich selber keine Chance mehr, denn sie blieben bis zum Schluss der Partie in Unterzahl. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis erhöhte der EHCW durch Timon Vesely in der 56. Minute noch auf 3:0. Pause wirkte sich aus Dieser Treffer war so herrlich herausgespielt, wie es das Winterthurer Publikum liebt. Nur waren solche Spielzüge gestern fast nicht möglich. Das lag vor allem an den Winterthurern, denen wenig gelang. Zwar begann der Match optimal: Anthony Staiger brachte sein Team schon nach 126 Sekunden mit einem Backhandschuss 1:0 in Führung. Das war wichtig gegen einen vorab nach hinten orientierten Gegner. Aber der EHCW verpasste es nachzulegen. Der Schwung der Startminuten verflüchtigte sich. Ein Grund dafür waren die vielen Strafen Bellinzonas. «Es wäre uns fast lieber gewesen, es hätte weniger gegeben», sagte EHCW-Trainer Markus Studer. «Dann hätten wir den Rhythmus schneller gefunden.» Kam hinzu, dass die Winterthurer erst ganz zum Schluss ein Überzahltor erzielten. Das Powerplay war selten gut und je länger, desto weniger trauten sich die EHCW-Spieler bei diesen Gelegenheiten etwas zu. Es bestätigte sich eben, was oft zu beobachten ist: Das Powerplay widerspiegelt den Zustand einer Eishockey-Mannschaft. Und der EHC Winterthur wirkte so, wie es eben ist in einem ersten Playoff-Match. Während Bellinzona aus einer Serie mit fünf Spielen kam, hatte der EHCW zehn Tage Pause hinter sich. «Das war unser grosses Problem. Unsere Trainings waren zwar gut, aber ein Playoff-Spiel ist eben doch etwas anderes», meinte Studer. Das war auch sonst sichtbar. Immer wieder war ein Pass zu ungenau oder misslang ein Abschluss aus guter Position. Defensiv stark Immerhin: Die Winterthurer gewannen nicht zuletzt dank einer starken Defensivleistung. Einzig im Mitteldrittel kam Bellinzona zum einen oder anderen gefähr­lichen Gegenstoss. Doch dann war Goalie Remo Oehninger zur Stelle. Im letzten Abschnitt war er aber kaum noch beschäftigt. Und da war dem EHCW auch zugutezuhalten, dass er dem 2:0 immer näher kam. Joshua Theodoridis oder Luca Homberger hätten es schon schiessen können, ehe es auf eine «gute» Art fiel: Fabian Hurter zog aus der Distanz entschlossen ab, Rezek lenkte den Puck ins Tor. So schiesst man Tore, wenn es ernst gilt. Urs Kindhauser

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