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Ein sehr teures Reservegeschoss

Auch nach dem Umzug der Verwaltung bleiben im Superblock vorerst 1000 Quadratmeter leer. Dafür wird die Stadt jeden Monat knapp 30'000 Franken Miete bezahlen.

In gut einem halben Jahr ist Schlüsselübergabe im Superblock auf dem Sulzer-Areal. Ab Ende Mai zieht die Mehrheit der Stadtverwaltung in das neue Gebäude. Ein grosser Teil im Obergeschoss wird aber auch dann noch leer stehen, die Stadt sucht derzeit fieberhaft nach einer Lösung.

1000 Quadratmeter Fläche

Konkret geht es um den vierten Stock im Flügel auf der Westseite. Die Büros waren ursprünglich als «Reserveflächen» gedacht. Durch die Anmiete vor zwei Jahren wollte der Stadtrat den zukünftigen Flächenbedarf der Kreisschulpflegen absichern. Diese entschieden sich jedoch gegen einen Umzug in den Superblock. Nun sieht sich die Stadt mit grossen Leerständen konfrontiert, die sie teuer zu stehen kommen. 700 Quadratmeter Bürofläche und 300 Quadratmeter Verkehrsfläche (Gänge, Lifte, WC etc.) sind im vierten Stock ungenutzt. Dennoch fallen für die Stadt ab Mai 2015 knapp 30'000 Franken Miete pro Monat an. «Das Stockwerk wird auf den Bezug hin sicher nicht belegt sein», bestätigt Fokus-Projektleiter Franz Trottmann auf Anfrage. «Vielleicht dauert es auch noch deutlich länger, bis für die Räume eine Lösung gefunden werden kann.» Von einer zu späten Planung könne aber keine Rede sein. «Der Stadtrat war schlicht in einer anderen finanziellen Ausgangslage, als er die Reservemiete beschlossen hatte», so Trottmann. «Der Entscheid muss deshalb über kurz oder lang etwas korrigiert werden.» Stadtpräsident Michael Künzle sagt: «Mit dem heutigen Wissensstand würden wir die Reservefläche nicht mehr mieten.»

«Entscheid korrigieren»

Für das Reservegeschoss brauche man nun möglichst rasch eine Lösung, sagt Franz Trottmann. Am wahrscheinlichsten sei, dass man dort administrative Verwaltungsbereiche platziere, die planmässig eigentlich an einem externen Standort verblieben wären. Offenbar liebäugelt man im Planungsgremium mit Büros der Stadtgärtnerei. Der Entscheid hängt jedoch von der laufenden Privatisierungsdebatte ab. «Wir werden aber auch mit der Axa-Winterthur und dem Kanton in Kontakt treten», sagt Trottmann. Beide verfügen in unmittelbarer Nähe über Büros und Gebäude. Die restlichen Büroflächen im Superblock sind grösstenteils besetzt. Man nehme nur noch Feinjustierungen vor, sagt Trottmann. «Ende Monat erfahren die städtischen Angestellten, wo sie künftig sitzen werden.» Der Umzug, der Ende Mai beginnt, dauert ganze zwei Monate. Dies habe arbeitstechnische Gründe, so der Projektleiter. «Das Steueramt verzeichnet im Mai die meisten Posteingänge und zügelt deshalb erst Ende Juli.»

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