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Ein solider Auftritt

Oerlikon. Die ZSC Lions schlugen Lausanne 4:2 und sind als Folge davon als erstes Team definitiv in den Playoffs.

Das tönt ganz schön eindrücklich: Zwei Monate vor dem Start zu den Playoffs sind sich die ZSC Lions bereits eines Platzes unter den besten acht Teams sicher. Doch die zwei Monate werden durch den Unterbruch durch die Olympischen Spiele relativiert. Zehn Spiele vor Ende der Qualifikation war in früheren Jahren schon die eine oder andere Mannschaft definitiv Playoff-Teilnehmer.

Lausanne kann in seinen verbleibenden elf Spielen maximal noch 33 Punkte holen, dann wären die Aufsteiger nach 50 Runden auf gleicher Höhe wie die Zürcher (wenn die nur noch verlieren würden), das würde aber wegen der Punkte aus den Direktbegegnungen nicht genügen. Die ZSC Lions haben vor dem letzten Duell nächster Woche in Lausanne bereits sieben Zähler auf ihrer Seite, Lausanne kann maximal nur noch auf fünf kommen.

Trainer Mark Crawford sieht diese Tatsache als «schönen Bonus». Doch die verbleibenden zehn Spiele seien deshalb nicht weniger interessant, man kann sich ja immer wieder neue Ziele setzen. Zum Beispiel am Samstag endlich wieder einmal in Fribourg gewinnen. «Oder am Sonntag gegen den Rivalen Davos eine gute Leistung zu bringen.»

Was sich Crawford nach 40 Partien sicher sein kann: Das Team funktioniert. Nicht immer auf höchstem Niveau, aber die Lions sind kaum gefährdet, einmal eine Leistung abzuliefern, die von A bis Z ungenügend wäre. Der Auftritt gegen Lausanne gehörte nicht zum Besten vom Besten, aber er war höchst solide. Natürlich gab es diese zwei individuellen Aussetzer, die zu den Treffern der Gäste führte. Da war nach 75 Sekunden der Schuss Caryl Neuenschwanders von der blauen Linie, den Lukas Flüeler im Tor nicht behändigen konnte. Und da war im Mitteldrittel der Fehlpass von Severin Blindenbacher, der zum 2:2 führte.

Es war bezeichnend für die zwei Teams, die gestern am Werk waren, dass nur 52 Sekunden nach dem 2:2 die ZSC Lions schon wieder führten. Und ebenso logisch war, dass die Zürcher den Lausannern die Hoffnung nahmen, mit einem Schlussfurioso noch eine Verlängerung erzwingen zu können. Reto Schäppi sorgte mit dem 4:2 nach 55 Minuten für die Entscheidung. Die Treffer zum 3:2 und 4:2 wurden damit von jenen Stürmern erzielt, die am Tag zuvor ihre Verträge vorzeitig verlängert hatten: Patrik Bärtschi und Schäppi. Das 1:1 hatte Ryan Shannon geschossen, das 2:1 Ronalds Kenins.

Mit Steve McCarthy übrigens meldete sich der vierte Ausländer noch nicht in der Meisterschaft, aber immerhin im Training zurück. Die Zürcher hoffen, den Verteidiger nach der Olympiapause wieder einsetzen zu können. Was die Lions noch ein bisschen stabiler machen wird.

Lausannes Chancen

Der HC Lausanne hätte mit einem Auswärtssieg gestern seinen Rückstand auf Platz 8 und Genf-Servette auf zwei Punkte reduzieren können. Nun beträgt der Abstand vor dem Heimspiel vom Donnerstag gegen die Genfer fünf Punkte. Die Chancen, dass der Aufsteiger die Playoffs noch erreichen kann, sind rechnerisch weiter vorhanden. Aber sie werden mit jedem Punktverlust kleiner.

Es scheint auch, als ob Heinz Ehlers die Mannschaft zu defensiv spielen lässt. Sie hat viel ihrer Frische und ihrer Durchschlagskraft nach vorne verloren. Das Powerplay der Lausanner mit vier Ausländern und John Gobbi war einst ein Prunkstück – gestern waren die Waadtländer in Überzahl harmlos. Die besten Torchancen erspielten sie sich nicht, die offerierte ihnen der Gegner mit einigen Fehlern zu viel.

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