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Ein tolles Weihnachtsgeschenk

LAUSANNE. Die erst 20-jährige Springreiterin Lucy Davis gewann auf Barron die Champions Tour und viel Geld.

Damit hatte niemand gerechnet: Als Letztstartende des Stechens, das neun Paare erreichten, toppte das blonde US-Girl aus Kalifornien die Bestzeit des Franzosen Patrice Delaveau noch um 33 Hundertstel und sicherte sich ein Sieggeld von 94 050 Euro. Delaveau wurde mit Carinjo Zweiter vor seinem Landsmann Kevin Staut mit Silvana und dem Weltranglisten-Ersten Ben Maher.

«Ich kann meinen Erfolg kaum fassen. So gut war ich noch nie und so viel Geld habe ich noch nie gewonnen», freute sich die kecke Amerikanerin, die heute in Berlin ein sechsmonatiges Studium in Architektur beginnt. «Ich reite Barron erst seit Weihnachten. ‹Santa Claus›, meine Eltern, haben mir das Pferd geschenkt.» Die ganze Familie Davis war in Lausanne zugegen. Die Eltern, Grosseltern und sogar eine Tante. Trainiert wird die unerschrockene und talentierte Lucy Davis seit vier Jahren von Markus Beerbaum, dem Bruder von Ludger Beerbaum und Gemahl von Meredith Michaels-Beerbaum. Barron ist neunjährig und stammt von For Pleasure ab, dem ehemaligen und erfolgreichen Hengst von Marcus Ehning. Das Paar rückte diese Saison mit einem Doppelnuller im Nationenpreis am CSIO Rotterdam und mit dem vierten Platz im GP von Monaco erstmals in Europa ins Rampenlicht.

Als bester Schweizer vermochte sich Pius Schwizer als Zehnter zu klassieren. Er rückte damit auf Rang 20 im Zwischenklassement nach der 10. von 11 Qualifikationen vor und näherte sich der Finalteilnahme im November in Doha (Katar), die den 25 besten Reitern offensteht. «Ich war beim Einsprung in die Zweier-Kombination etwas zu dicht dran», meinte Schwizer zu seinem kleinen Missgeschick. Toulago ist nach dem Fehler etwas erschrocken. Er ist eben ein sehr vorsichtiger und noch unerfahrener Springer.» Der von der St. Galler Familie Haber vor drei Jahren an einer Auktion bei Paul Schockemöhle in Deutschland erworbene Toulago hat in Lausanne seine Qualität bestätigt und wie bei seinem Debüt in Valkenswaard einen zehnten Platz erreicht. «Nun darf er mit Picsou du Chêne zum Nationenpreis-Final in zwei Wochen nach Barcelona», erklärte der Oensinger.

Auch der Luzerner Niklaus Rutschi vermochte sich mit Windsor nach einem fehlerfreien ersten Umgang unter die besten 18 zu schieben. Nach zwei Versehen im zweiten Kurs klassierte sich der Alberswiler mit dem vorsichtigen zehnjährigen Fuchs als zweitbester Schweizer im 13. Rang. Nicht in die zweite Runde drangen auf dem ­Place Bellerive Olympiasieger Steve Guerdat mit Zanzibar, Jane Richard Philips mit Pablo, Janika Sprunger mit Electra und Paul Estermann mit Castlefield Eclipse vor. (si)

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