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«Ein Überzahltor hätte alles ändern können»

1998 im Viertelfinal von Nagano hatten die Schweden gegen Finnland 1:2 verloren, den Final von Turin 2006 3:2 gewonnen. Auch das dritte K.-o.-Duell der beiden Nachbarn bei Olympia endete mit einem Tor Unterschied. Damit steht definitiv fest, dass Teemu Selänne ohne Olympiagold abtreten muss. «Das war ein schwerer Schlag, eine schwere Niederlage», sagte der bald 44-jährige Captain. «Enttäuschender als die Niederlage war, dass wir nicht unser bestes Spiel zeigen konnten. Es fühlte sich an, als ob wir den ganzen Match über einen Schritt zu spät kamen. Vielleicht hat das Russland-Spiel doch mehr Ener­gie­ gekostet als gedacht.»

Selänne war aber auch Sportsmann genug, um einzugestehen: «Die Schweden waren besser als wir.» Vor allem in einer Beziehung: im Powerplay. «Ein Überzahltor hätte alles ändern können. Vor allem im ersten Drittel hatten wir da grosse Chancen.» Er selber vergab die wohl beste in der 96 Sekunden langen Phase von zwei Mann mehr.

Trainer Erkka Westerlund, der 2006 den Olympiafinal gegen Bengt-Ake Gustafssons Schweden verlor, gestand, dass seine Spieler zu viele Zweikämpfe in diesem physischen Spiel verloren. «Und dadurch geriet unsere Defensive mehr als sonst aus der Balance.» Die Finnen haben keine Zeit, der Niederlage nachzutrauern – und sie sind eine Mannschaft, die auch für eine Bronzemedaille alles gibt. Speziell wegen Selännes letztem Spiel, das heute stattfindet. «Es wird noch einmal ein grosses Spiel. Im Eishockey gibts viele Enttäuschungen, aber auch sehr viele spezielle Momente. Hoffen wir, dass es zum Abschluss nochmals ein Hoch gibt», blickte Selänne voraus. (jch)

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