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Ein unerwarteter Rückschlag

Miami. Roger Federer unterlag im Viertelfinal von Miami überraschend dem Japaner Kei Nishikori 6:3, 5:7, 4:6.

Die ersten beiden Matchbälle konnte Roger Federer dank zwei guten Aufschlägen noch abwehren, den dritten verwertete dann Nishikori (ATP 21) nach etwas mehr als zwei Stunden mit einem herrlichen Rückhandwinner.

In den ersten drei Partien in Miami hatte Federer bei eigenem Aufschlag noch brilliert und insgesamt bloss 18 Punkte abgegeben. Gegen Nishikori bekundete er aber insbesondere nach dem zweiten Service Mühe – in den Durchgängen 2 und 3 gewann er mit diesem bloss 11 von 26 Punkten. Dies ist selbstredend zu wenig. Federer führte dies auch dar­auf zurück, dass er erstmals am Abend spielen musste. «Ich konnte nicht mehr so gut servieren wie in den vergangenen Tagen, hatte den ganzen Match Mühe mit dem Rhythmus. Das war überraschend», sagte Federer.

Lob für Nishikori

Die Niederlage war für Federer deshalb umso frustrierender, weil nach dem Gewinn des ersten Satzes und zweimaligem Break im zweiten Durchgang alle Vorteile auf seiner Seite gelegen hatten. Im Normalfall bringe er es nach Hause, wenn er zweimal mit einem Break vorne liege. Nishikori habe zweimal bei seinem Aufschlag gut begonnen, sei sofort reingekommen.

Federer zollte seinem Gegner aber auch Respekt für die starke Leistung. «Am Ende war er von der Grundlinie wirklich besser und hat das Spiel dann verdientermassen doch noch gewonnen. Bei mir war es mehr ein Auf und Ab, er war konstanter, vor allem im zweiten und dritten Satz.» So verlor Federer eine Partie, in der er mehr Winner (29:25) schlug und weniger unerzwungene Fehler (39:42) beging.

Federer verpasste es, zum 50. Mal an einem Mastersturnier in die Halbfinals einzuziehen. Gleichzeitig scheiterte er im fünften Turnier in diesem Jahr erstmals vor der Runde der letzten vier. In Dubai hatte er triumphiert, in Brisbane sowie Indian Wells bedeutete erst der Final Endstation, und am Australien Open verlor er in den Halbfinals gegen Rafael Nadal. Wenn er auf die Zwischenbilanz seit dem Saisonstart schaue, sei er sehr zufrieden, wie er spiele, sagte Federer, der 2013 «bloss» achtmal den Einzug in die Halbfinals (ein Turniersieg) geschafft hatte.

Nishikori trifft nun auf ­Novak Djokovic, der sich gegen Vorjahressieger Andy Murray (ATP 6) 7:5, 6:3 durchsetzte. (si)

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