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Ein vergoldeter Abschluss

PALMELA. Am letzten Tag der OL-EM in Portugal gewann die Schweizer Frauenstaffel mit Julia Gross, Sabine Hauswirth und Judith Wyder die Goldmedaille.

Schlussläuferin Judith Wyder errang damit ihre dritte Goldmedaille an diesen Titelkämpfen, was bislang auch Simone Niggli nur einmal, 2012 mit drei Einzelsiegen, gelungen war.

Dass am Ende die Frauen für die Hälfte der Schweizer Medaillenränge sorgten, entsprach nicht den Erwartungen. Doch nach dem Rücktritt von Simone Niggli scheint es, dass die leistungsmässige Ausgeglichenheit ohne klare Leaderin neues Potenzial in der Frauen-Equipe frei gemacht hat.

Mit Wyder hat sich in Portugal eine Läuferin in den Mittelpunkt gerückt, die in den letzten Jahren eher unkon- stant war und ebenso für Höhenflüge (WM-Bronze 2011) wie auch für Enttäuschungen gesorgt hatte. Beflügelt von den beiden Einzel-Goldmedaillen im Sprint und über die Langdistanz, sorgte Wyder diesmal auf der Schlussstrecke mit einem sehr sicheren Rennen für den Titelgewinn. «Ich bin ex- trem kon­trol­liert gelaufen, habe mir bei Unsicherheiten genügend Zeit genommen. Ab Posten vier war ich allein unterwegs», sagte Wyder. Dass sie vor dem sechsten Posten eine Ecke machte, weil sie eine Lichtung am Wegrand verpasste hatte, und kurz vor dem Ziel auf den falschen kleinen Hügel stieg, änderte nichts am deutlichen Sieg vor Schweden 2 und Russland.

Zuvor hatte Julia Gross auf der Startstrecke jeweils die etwas längeren Gabelungen erwischt und musste sich wiederholt an die Spitzengruppe heranarbeiten. Als einige Läuferinnen vor ihr beim zehnten Posten suchten, konnte Gross jedoch wieder aufholen. «Ich war recht nervös, schliesslich war es mein erster Elite-Staffeleinsatz. Physisch war es sehr hart, ich habe die Langdistanz vom Vortag gespürt», erklärte Gross. In der Spitzengruppe übergab sie an Sabine Hauswirth, die sich beim siebten Posten absetzen und Wyder als Erste auf die letzte Strecke schicken konnte.

Männer auf Platz 4

Bei den Schweizer Männern klassierte sich wie schon 2012, als Team 2 den Titel errang, auch diesmal die zweite Equipe mit Baptiste Rollier, Andreas Kyburz und Martin Hubmann besser als Team 1. Als Vierte hinter Schweden, Tschechien und Frankreich fehlten 10 Sekunden auf einen Podestplatz. Zwar konnte beim ersten Team Matthias Kyburz zuerst an Fabian Hertner übergeben, doch der Mitteldistanz-Silbergewinner hatte die längeren Gabelungs-Teilstrecken und bekundete läuferisch etwas Mühe. Martin Hubmann hingegen kämpfte lange Zeit um einen Medaillenplatz, musste jedoch den Franzosen Thierry Gueorgiou ziehen lassen.

Die Schweiz war mit insgesamt acht Medaillen (5 Gold, 1 Silber, 2 Bronze) die erfolgreichste Nation an der EM in Palmela. Nur 2010 hatte mit elf Podestplätzen ein noch besseres EM-Abschneiden resultiert. (si)

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