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Ein Weltereignis des Mittelalters

Unterstammheim. In der Reihe Sternstunde Theologie der Erwachsenenbildung der Reformierten Kirchgemeinde Stammheim geht es am kommenden Freitag um das 600-Jahr-Jubiläum des Konstanzer Konzils. Pfarrer Heinz-Jürgen Heckmann wird über das vierjährige Gelehrtentreffen sprechen, das nicht nur die Stadt am Bodensee, sondern die christliche Welt verändern sollte. 70 000 Menschen strömten in die 6000-Einwohner-Stadt. Es war die grösste Konferenz des Mittelalters, und keine geringere Frage als die Einheit der Kirche stand auf der Agenda. Der Glaubenskrieg war auch ein politischer, denn es gab zwei gleichzeitig regierende Päpste, die jeweils ihre Anhängerschaft hinter sich scharten. «Ein schreckliches Jahrhundert lag damals hinter den Menschen», erzählt Heckmann, «ein Jahrhundert mit Kriegen und Katastrophen, mit einer furchtbaren Flut und der heimtückischen Pest.» So bleibt auch die Hinrichtung der Reformer Jan Hus und Hieronymus von Prag ein dunkler Schatten über dem Konzil. «Eine wirkliche Reform der Kirche wurde versäumt, was mit dem Ausbruch der Reformation einhundert Jahre später noch Folgen haben sollte», analysiert Heckmann. Der Pfarrer möchte an dem Abend aber auch auf den Alltag und den Glauben im Spätmittelalter eingehen. Er beschreibt den Aufbau der Städte, des Handels, des Gewerbes und des Verkehrs als Ausgangspunkt einer Gesellschaft, die die heutige Zeit noch prägt. Im Anschluss an das Referat darf kritisch diskutiert werden. (gsp) Vortrag: 600 Jahre Konstanzer Konzil Freitag, 14. März, 20 Uhr, Kirchgemeindehaus «Wirthenstube», Oberdorf 13, Unterstammheim Eine Veranstaltung der Reformierten Kirch­gemeinde Stammheim – Eintritt frei

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