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Ein wilder Vorgeschmack auf den Cupfinal

BASEL . Leader Basel hat den FC Zürich in dieser Saison im vierten Anlauf ein erstes Mal besiegt. Das 4:2 in einer am Ende spektakulären Partie war ein Vorgeschmack auf den Cupfinal. Noch ehe sich der FCZ richtig gruppiert hatte, führte der Favorit bereits: Giovanni Sio lenkte eine Flanke Marco Strellers ins leere Tor. Der erste Vorteil war aus Sicht der Einheimischen aber zugleich auch ein arger Dämpfer – Captain Streller verletzte sich dabei und verliess den Rasen nach knapp neun Minuten mit erneuten Beschwerden im muskulären Bereich. Ob der Stürmer im Cupfinal zur Verfügung steht, ist höchst fraglich.

Als Zürich sich mit zwei Treffern von Pedro Henrique und Chikhaoui innert Kürze nochmals Zugang zu einer zuvor von Basel deutlich dominierten Partie verschaffte, kam im Vergleich der beiden Traditionsvereine eine kaum mehr für möglich gehaltene Hektik auf – in der lange nicht sonderlich prickelnden Cupfinal-Generalprobe kam es beim Stand von 2:3 aus Zürcher Optik beidseits zu emotionalen Schüben.

Und mitten im verzweifelten Ansturm der Gäste setzte der in der Liga nun seit 25 Runden ungeschlagene Leader zum entscheidenden Konter an – Valentin Stocker, der Rückkehrer, der bereits das 2:0 (65.) markiert hatte, provozierte am Ende seines Sprints den entscheidenden Penalty und den Ausschluss von Loris Benito, der für den Cupfinal gesperrt sein wird. Sein Ärger war berechtigt, denn Stocker fiel – wie so oft – sehr schnell. Da Costa wehrte Freis Elfmeter zwar ab, den Abpraller verwertete Elneny gleichwohl – das 4:2 löste einen gewaltigen Jubel aus.

Meiers Taktik

Der umstrittenen Szene folgten weitere Turbulenzen, Diskussionen und mehrere «Rudel-Bildungen» – die finalen Scharmützel waren wohl nur ein Vorgeschmack auf das, was am Ostermontag im nächsten Aufeinandertreffen der Beteiligten zu erwarten ist.

Urs Meier hatte es bereits im Vorfeld des vierten Klassikers der Saison angedeutet: Priorität besitzt das Endspiel im Cup am nächsten Montag – notabene erneut gegen den Titelhalter. Entsprechend formierte der Coach sein Team. Gleich fünf Akteure jener (Start-)Auswahl, die gegen YB nach einer wochenlangen Torflaute immerhin ein 2:2 erreicht hatte, ersetzte Meier. Ob er mit seiner offensichtlichen Dosierung der Kräfte richtig taktierte, wird sich im wichtigsten Duell des Jahres mit dem FCB an Ostern weisen. Zu lange tat er sich (und wohl auch GC) mit der passiven Haltung keinen Gefallen.

Der FCZ leistete den Baslern im St.-Jakob-Park bis zum 0:3 nur mit halber Kraft Widerstand. Erst als die Gäste in der wilden Schlussphase rigoros von ihrer Strategie der Zurückhaltung abwichen, entwickelte sich unverhofft ein nahezu offener Schlagabtausch. (si)

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