Zum Hauptinhalt springen

Ein Wochenende für Oldtimerfans

Linthal. Das 11. Internationale Klausenrennen auf dem Klausenpass zog am Wochenende rund 30 000 Zuschauerinnen und Zuschauer an. Alle wollten sie die Oldtimer sehen, die zeigten, was noch in ihnen steckt.

Über 250 historische Boliden massen sich auf der 21,5 Kilometer langen Strecke von Linthal GL bis auf die Passhöhe. OK-Präsident Fritz Trümpi zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Grossanlasses. Tausende zufriedene Gesichter habe er gesehen, bei den Fahrern wie auch bei den Zuschauern. Dazu hätten nicht zuletzt die über 500 Helferinnen und Helfer beigetragen, die an beiden Tagen im Einsatz standen. Auch das Wetter habe mitgespielt. Und bis auf ein paar ganz kleine Blechschäden sei das Rennen unfallfrei verlaufen.

Die Oldtimerpilotinnen und -piloten gingen insgesamt dreimal auf die Strecke: Am Samstag absolvierten sie einen Trainingslauf und den ersten Rennlauf, am Sonntag folgte der zweite Rennlauf und die Siegerehrung. Den Zuschauern bot das Memorialrennen spektakuläre Rückblicke in die Automobil- und Motorradgeschichte. Über die Passstrasse bretterte beinahe alles, was in den 1920er- und 1930er-Jahren Rang und Namen hatte, schnelle Bugatti, elegante Maserati, edle Jaguar und starke BMW.

Mit von der Partie war selbst der originale Mercedes «Silberpfeil», mit dem 1934 Rudolf Caracciola die historische Rekordzeit von 15 Minuten und 22 Sekunden hinlegte. Wie bei den originalen Klausenrennen in den Jahren 1922 bis 1934 führte die Strecke des Memorials vom glarnerischen Linthal über den Urnerboden bis auf die Passhöhe des Klausen im Kanton Uri. Die Oldtimer überwanden 1200 Höhenmeter und zahllose Kurven. Gestartet wurde in der Kategorie Autos und in der Kategorie Motorräder und Dreiräder. Beide Gruppen wurden je in die Rennklasse und in die Regelmässigkeitsklasse aufgeteilt. Bei Letzterer ging es nicht um maximales Tempo, sondern um eine gleichmässige Fahrweise. Die Rennklasse der Automobile entschied Christian Traber aus dem bernischen Toffen für sich, in einem Talbot Lago mit Baujahr 1939. Der Sieg bei den Motorrädern ging an Susan Jane Darby aus England. Sie fuhr auf einem Morgan Super Aero von 1929. Der Wettbewerb um den «Grossen Bergpreis der Schweiz» wurde zwischen den Weltkriegen insgesamt zehnmal ausgetragen. Die Strecke des seinerzeit bekanntesten Bergrennens Europas galt als die schwierigste des Kontinents.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch