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Ein würdiger Abschied von Flori Lang

Chartres. Flori Lang und Dominik Meichtry sorgten am letzten Wettkampftag der Kurzbahn-EM für die Finalplätze vier und fünf für die achtköpfige Delegation von Swiss Swimming.

Lang (über 50 m Delfin) und Meichtry (200 m Crawl) klassierten sich in Char- tres (Fr) jeweils im 6. Rang. Realistische Aussichten auf die erste Schweizer Medaille in Chartres hatten die Routiniers nicht. Während Meichtry stabil und im Rahmen der (bescheidenen) Erwartungen abschnitt, gelang Lang zum Karriereabschluss nochmals ein Ex- ploit. Der 29-jährige Zürcher zögerte dank Schweizer Rekord im Halbfinal seinen Abschied nochmals um rund 90 Minuten hinaus. Dank der Zeit von 23,07, womit er seine eigene Bestleistung um gleich 0,33 Sekunden unterbot, zog Lang souverän in den Final ein.

«Mich so verabschieden zu können, davon habe ich geträumt, und nichts anderes habe ich gewollt. Ich konnte meine Karriere auf höchstem europäischem Niveau beenden», so Lang zufrieden. «Ich bin ganz einfach glücklich.»

«Ich freue mich für Flori, dass er sich so toll verabschieden konnte. Mit Schweizer Rekord aufzuhören, ist wunderbar», sagte Steffen Liess, der Chef Leistungssport von Swiss Swimming. Sich mit einem Landesrekord zu verabschieden, war am Samstag auch Melanie Schweiger gelungen. Die 28-jährige Zugerin war über 50 m Rücken sowohl im Vorlauf (27,73) wie im Halbfinal (27,72) unter ihrer nationalen Bestleistung geblieben. Neben Lang und Schweiger hatte in Chartres auch Lukas Räuftlin noch für einen Schweizer Rekord gesorgt (über 200 m Rücken).

Fünf WM-Teilnehmer

Räuftlin unterbot mit seinem Exploit auch die Limite für die Kurzbahn-WM in Istanbul (12. bis 16. Dezember). Ausser dem 23-jährigen Luzerner werden in der Türkei auch die bereits zuvor gesetzten Meichtry, Alexandre Liess, Martina van Berkel und Danielle Villars an den Start gehen. Der ebenfalls qualifizierte Lang hingegen verzichtet auf eine nochmalige Verlängerung seiner Karriere. Steffen Liess zog nach den vier Wettkampftagen in Frankreich ein Fazit «im Rahmen der Erwartungen, die nicht besonders gross waren».

Aus internationaler Sicht schnitt erwartungsgemäss Frankreich an der Heim-EM am erfolgreichsten ab. Die Gastgeber gewannen insgesamt 12 der 40 Entscheidungen (und total 29 Medaillen). Nächstbeste Nationen waren Ungarn und Dänemark mit jeweils sechsmal Gold. Beste Einzelathleten waren die Ungarn Katinka Hosszu (über 200 m Delfin, 100 und 200 m Lagen) und Laszlo Cseh (200 m Delfin, 200 und 400 m Lagen) mit jeweils drei Goldmedaillen. Den einzigen Weltrekord in Chartres gab es am Samstag zu notieren. Die französische Olympia- siegerin Camille Muffat unterbot in 3:54,85 über 400 m Crawl die mehr als dreijährige Bestmarke der Britin Joanne Jackson um 0,07 Sekunden. (si)

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