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Ein Zeichen setzen

Eines der grossen Schweizer Handballduelle der letzten paar Jahre findet heute Abend seine Fortsetzung: Pfadi, der Leader, empfängt Wacker Thun, den Meister.

«Wir müssen», sagt Trainer Adrian Brüngger, «schon etwas besser spielen als am Sonntag, damit wir zu zwei Punkten kommen.» Vor drei Tagen in St. Gallen kehrten die Winterthurer den Match nach einem 9:17-Rückstand zum Sieg, weil sie die letzten 27 Minuten gleich 20:7 gewannen. «So viele Spiele wendet man, vor allem auswärts, nicht», ergänzt Brüngger. «Heute habe ich keine Lust auf eine weitere Aufholjagd. Und man soll das Glück ja auch nicht erzwingen.» Deshalb muss heute Abend in der Eulachhalle vieles besser werden als in den ersten 33 St. Galler Minuten. «Den Rhythmus schnell finden und Druck machen», hofft Brüngger. Seine Mannschaft ist in der aktuell bestmöglichen Formation verfügbar. Torhüter Simon Kindle wird sein letztes Spiel vor der Hüftoperation bestreiten; ohnehin schon Goran Cvetkovic und Joël Tynowski fallen für den Rest der Saison aus. Der 17-jährige Cédrie Tynowski, wie sein zwei Jahre älterer Bruder ein Rechtsaussen, bestreitet heute den ersten NLA-Einsatz seit über einem Jahr und nach überstandenen Knieproblemen. Auch einem Einsatz von Kreisläufer Dino Bajram steht nichts im Weg; die Handverletzung hatte er schon beim Sieg am Sonntag weggesteckt. Konecniks Heimdebüt Seinen ersten Auftritt in der Eulachhalle gibt Robert Konecnik, der 33-jährige Slowene, der bis Ende Saison als Ersatz für Cvetkovic verpflichtet wurde. Der Linkshänder debütierte in St. Gallen und lieferte einen ersten Eindruck seiner defensiven Qualitäten ab. «Es ist wichtig, dass er seinen Job in der Deckung erfüllt», betont Brüngger. «Offensiv wird es ihm von Spiel zu Spiel besser laufen.» Die Winterthurer wollen heute gegen den alten Rivalen aus dem Berner Oberland ein Zeichen setzen. «Das Revier markieren», umschreibt es Brüngger. Nach einer Serie von fünf Niederlagen – darin inklusive das bittere Scheitern im Playoff-Halbfinal 2012 – haben die Winterthurer drei der letzten vier Treffen mit Wacker für sich entschieden; dar­un­ter beide Spiele der laufenden Saison. Die Thuner, derzeit zwei Punkte hinter dem BSV Bern ausserhalb der vier Playoff-Ränge, dürften in der zweiten Saisonhälfte allerdings stärker auftreten als bisher. Nächstens fällt die Zusatzbelastung mit der Champions League weg. Und einer der Schlüsselspieler, Regisseur und Abwehrstütze Roman Caspar, meldet sich nach der Schulterverletzung allmählich wieder in der Mannschaft zurück. Am Samstag bei der Heimniederlage gegen den FC Barcelona gab Caspar einen Kurzeinsatz. «Es dürfte ein gutes Spiel werden», meint Brüngger. «Wacker steht in der Meisterschaft enorm unter Druck und wir wollen auf dem 1. Platz bleiben.» Das Szenario ist denkbar, dass die beiden Teams in den Playoff-Halbfinals erneut aufeinander treffen: wenn Pfadi auch nach der Finalrunde Leader ist und Wacker, was realistisch scheint, den BSV Bern noch vom 4. Platz verdrängt. In einem entscheidenden Match dieser Saison stehen sich die beiden Mannschaften aber auf jeden Fall gegenüber: am 3. Mai in Sursee am Final-Four beim Cup-Halbfinal. Gestern wurden die Anspielzeiten bestimmt: Pfadi und Wacker treten um 15.00 Uhr an; zwei Stunden zuvor beginnt der Halbfinal zwischen den NLA-Handballerinnen von Yellow Winterthur und dem TV Zofingen.

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