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Ein Zürcher Plan für den Himalaja

Das Amt für Städtebau geht auch im Königreich Bhutan gegen die Zersiedelung vor.

Der Masterplan sieht unheimlich vertraut aus. Das klare Design, das Schriftbild, der Farbcode – alles ist geprägt vom coolen Chic, mit dem die Zürcher Fachleute der Bevölkerung gerne den überlegten Umgang mit unserem Boden schmackhaft machen. Auch die formulierten Ziele sind die bekannten: den Siedlungsraum verdichten, auf öffentlichen Verkehr setzen, Platz machen für Velos und Fussgänger. Und der Schein trügt nicht: Der Plan entstand tatsächlich unter tatkräftiger Mithilfe des Zürcher Amtes für Städtebau. Nur zeigt er nicht Aussersihl, sondern das Bumthang-Tal im Königreich Bhutan, über 7000 Kilometer Luftlinie entfernt im Himalaja gelegen. Dorthin ist Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) mit ihrem Stadtratskollegen André Odermatt (SP) Anfang Woche gereist, um den Plan an die lokalen Verantwortlichen zu übergeben. Sie sollen ihn nun umsetzen. Laut einer Mitteilung geht für die Stadt damit ein eineinhalb Jahre dauerndes Projekt zu Ende. Es zielt dar­auf ab, die Region dabei zu unterstützen, ihre Naturschätze und Kulturgüter langfristig zu schützen. Gekostet hat das die Stadt Zürich rund 110 000 Franken. Auslöser war eine Ausstellung im Museum Rietberg, wo 2010 erstmals Kunstwerke aus bhutanischen Tempeln und Klöstern ausserhalb des Landes zu sehen waren. Auf Bitte des dortigen Forst- und Landwirtschaftsministers entschied die Stadt letztes Jahr, sich mit fachlicher Hilfe in der Raumplanung zu revanchieren.

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