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Eine Chance für die Erstliga-Klubs

Winterthur. In der ersten Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2014 empfängt der EHCW heute Abend (20 Uhr) Frauenfeld.

Es ist möglich, dass der EHC Winterthur im September 2014 in der Deutweghalle einen Ernstkampf gegen die ZSC Lions austrägt. Oder die Kloten Flyers, Rapperswil-Jona oder ein Nordostschweizer NLB-Team. Dann jedenfalls wird die erste Runde des neuen Schweizer Cups gespielt, der vom Verband und von der Vermarktungsagentur Infront zumindest bis 2017 durchgeführt wird. Solange ist der Wettbewerb von Sponsoren abgesichert, und davon haben auch die Erstliga-Klubs etwas: Die Antrittsgage beträgt 25 000 Franken, dazu ist dem Unterklassigen das Heimrecht garantiert. Der Betrag täuscht freilich: Ginge es gegen einen «Grossen» (möglich wäre auch ein Duell mit einem weniger glamourösen NLB-Klub), wäre er für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen schnell aufgebraucht.

Die Meinungen über den im Eishockeysport nur selten ausgetragenen Wettbewerb sind geteilt: In der 1. Liga wie in der Nationalliga gibt es Stimmen, die ihm wegen der Mehrbelastung nicht viel abgewinnen können. Beim EHCW ist man positiv eingestellt: «Ich war von Anfang an dafür», sagt EHCW-Sportchef Erwin Füllemann. «Es ist eine Chance für die Unterklassigen, einmal einen Ernstkampf gegen einen Klub der National League auszutragen.» Trainer Markus Studer stösst ins selbe Horn: «Es gibt viele interessante Aspekte für einen Erstliga-Klub: Beispielsweise könnten die Spieler einmal direkt sehen, was Spitzenspieler anders machen.»

Leicht ist der Weg zu so einem verlockenden Spiel für die Erstliga-Vereine nicht: Über zwei Qualifikationsrunden können sich nur deren zehn für die Sechzehntelfinals mit 32 Klubs qualifizieren: drei aus jeder Gruppe, dazu der Amateur-Meister oder, falls der die Sechzehntelfinals schon über die Qualifikation geschafft hat, ein durch das Los bestimmter«Lucky Loser» aus den Verliererteams der zweiten Qualifikationsrunde. In der Ostgruppe haben Biasca, Dübendorf, Chur und Herisau die zweite Qualifikationsrunde bereits erreicht. Komplettiert wird das Feld heute durch die Sieger aus den Begegnungen EHCW – Frauenfeld und Bellinzona – Weinfelden. Ausgetragen wird die zweite Qualifikationsrunde im Februar 2014.

Auch ein guter Test

Der EHCW steht vor einer schwierigen Aufgabe. Zwar hat er den Tabellendritten Frauenfeld diese Saison schon zweimal besiegt, aber er hat seine gute Ausgangslage mit den Niederlagen von letzter Woche in Bülach und gegen Weinfelden kompromittiert. In der Meisterschaft ist es nicht mehr möglich, die Qualifikation unter den ersten drei abzuschliessen. Im Cup besteht diese Möglichkeit noch, aber dazu ist heute ein Sieg zwingend. «Es ist wie ein Playoff, einfach nur mit einem Spiel», meint Trainer Studer. Ungelegen kommt ihm dieses Szenario nicht: «Es werden ab Januar noch mehr Spiele folgen, die man unbedingt gewinnen muss, um eine bessere Ausgangslage oder die nächste Playoff-Runde zu erreichen. Si­tua­tio­nen, in denen man nur eine Chance hat. Dafür ist das ein guter Test.» (uk)

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