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Eine Ener­gie­spritze für benachteiligte Fussballjunioren

Fans des FCW wollen auf der neuen Gegentribüne ein Solarkraftwerk bauen. Das Projekt ist weit gediehen. Der Stromerlös wird in die Juniorenförderung fliessen.

Das Nützliche lässt sich nicht nur mit dem Angenehmen, sondern auch mit dem Sinnvollen verbinden. Das lehrt das jüngste Projekt aus dem umtriebigen Fanumfeld des FCW. Gemeinsam arbeitet ein eigens dafür gegründeter Verein am Ziel, dass auf dem Dach der im Bau befindlichen Gegentribüne eine Solaranlage installiert wird. Mit dem Bau- und dem Sportamt sind die Initianten, die sich der Unterstützung mehrerer Lokalpolitiker erfreuen, schon einig geworden. Und auch der Deal mit Stadtwerk ist eingefädelt. Stadtwerk wird den Strom des Alternativen Kraftwerks Schützi – ironische Abkürzung: AKW Schützi – für 20 Rappen pro Kilowattstunde kaufen und ins lokale Netz einspeisen. Bis 20 000 Franken jährlich Finanziert wird die Anlage durch Gönner und Sponsoren. 500 Franken kostet ein einzelnes Solarmodul – aber auch kleinere Spenden seien willkommen. 480 Module will der Verein im besten Fall installieren. Weil es unrealistisch ist, gleich auf Anhieb eine Viertelmillion Franken zu sammeln, wird das Kraftwerk in Etappen von je 120 Modulen gebaut. Das Geld für die erste Etappe ist schon fast beisammen. «Wir haben 69 000 Franken an Zusagen, davon sind rund 50 000 Franken schon überwiesen», sagt Philippe Haller, AKW-Mitinitiant und Betreiber des Salons Erika. Die erste Etappe soll jährlich rund 30 Kilowattstunden Leistung bringen (genug für fünf Einfamilienhäuser) sowie einen Ertrag von 6000 Franken. Für die ganze Anlage sind 90 kW/h und 20 000 Franken das Ziel. Das Geld fliesst vollumfänglich in die Juniorenförderung. Empfänger sind hauptsächlich FCW-Junioren aus bescheidenen Verhältnissen, die sich Ausrüstung und Trainingslager nicht leisten können. Unterstützt werden soll daneben mit einem kleinen Betrag auch das Förderungskonzept Footeco, das sich an 11- bis 13-jährige Fussballtalente richtet. Die Montage der Anlage erbringen die Vereinsmitglieder, die in ihren Reihen viel Fach-Know-how versammeln, ehrenamtlich. Auch sonst arbeitet das Kraftwerkteam mit strengen, selbst auferlegten Vorgaben. So sollen etwa nur europäische Solarmodule verbaut werden, obwohl sie teurer sind als asiatische (wobei sich der Verein hier ein Hintertürchen offen lässt). Und der sogenannte Wechselrichter, der mit der Anlageabsicherung im Technikraum der Tribüne eingebaut wird, stammt aus der Schweiz. Regional sind damit nicht nur der Strom und der gute Zweck, sondern auch die Anlage selbst. www.akwschuetzi.ch

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