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Eine für die weite Entdeckungsreise

Triumphs neue Gross-Reise-Enduro heisst Tiger Explorer. Dieses Motorrad bietet in einer spektakulären Optik eine üppige Ausstattung, die für grossen Fahrspass und Tourentauglichkeit sorgt.

Mit der neuen Triumph Tiger Explorer sind nun auch die Briten in das Revier der Gross-Reise-Enduros vorgedrungen. Befeuert wird sie von einem nagelneuen wassergekühlten Reihen-Dreizylindermotor mit vier Ventilen pro Zylinder. Dank gut abgestimmter elektronischer Ride-by-Wire-Drosselklappensteuerung spricht er stets fein an. Aus 1215 Kubikzentimetern Hubraum schöpft er eine Leistung von beachtlichen 137 PS bei 9300 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 121 Newtonmetern liegt bei 6400 U/min. Schon ab knapp 2000 Umdrehungen setzt der Powerschub ein, der bis zum Drehzahlbegrenzer nicht mehr aufhört. Und Power ist reichlich – um nicht zu sagen im Überfluss – vorhanden. Ohne die serienmässige mehrstufige (und abschaltbare) Traktionskontrolle könnte das beherzte Aufdrehen des Gasgriffs gegen Kurvenende auch einmal einen brenzligen Verlauf nehmen. Zumindest auf dem montierten Metzeler Tourance EXP. Der 17-zöllige Hinterpneu driftet regelmässig Richtung Kurvenaussenseite, bis die Traktionskontrolle eingreift. Ist das der Fall, gerät die Tiger Explorer jeweils leicht ins Schaukeln. Das Fahrwerk hat bei 260 fahrfertigen Kilogramm durchaus Arbeit. Vorne ist eine 46-Millimeter-Upside-down-Gabel mit 190 Millimetern Federweg und einstellbarer Federvorspannung verbaut, hinten eine Einarmschwinge mit Zentralfederbein, an dem sich Federvorspannung und Zugstufendämpfung einstellen lassen. Insgesamt kommt aber das Fahrwerk gut mit der Gross-Enduro klar. Dem normalen Kurvenverlauf folgend, legt sich die Explorer unaufgeregt in die Schräglagen. Spürbare Kilos Bei sehr schnellen Richtungswechseln macht sich das hohe Gewicht jedoch wieder bemerkbar. Dann spürt man, dass die Triumph Tiger Explorer nicht die wendigste Tourerin ist. Auch beim Handeln im Stand und beim Bremsen macht sich das Gewicht bemerkbar. Dennoch haben die vordere Doppelscheibenbremse (305 Millimeter Durchmesser mit Vier-Kolben-Festsattelzangen) und die hintere 282er-Scheibe mit Zwei-Kolben-Schwimmsattel die Explorer gut im Griff. Ein abschaltbares ABS ist serienmässig an Bord. In voller Fahrt freut sich der Fahrer über einen bequemen und höhenverstellbaren Sitz (in 84 oder 86 Zentimetern Höhe). Die Serienscheibe mit integriertem Tiger-Schriftzug ist ex-trem wirkungsvoll. Der gesamte Oberkörper und je nach Scheibenstellung und Körpergrösse bleibt sogar der Kopf vom Wind verschont. Durch die seitliche Verkleidung auch die Beine. Bestens ausgestattet ist auch das Cockpit. Neben dem grossen, analogen Drehzahlmesser findet sich ein Multifunktionsdisplay, das zahlreiche Infos liefert. Sogar eine permanente Rest-Reichweitenanzeige ist vorhanden. Allerdings ist der Anzeigepfeil, der im entsprechenden Modus auf die Tankanzeige weist, sehr klein geraten und in voller Fahrt schwer zu erkennen. Sitzheizung als Option Weiter gibt es eine Umgebungstemperaturanzeige und zu den beiden Tripzählern auch einen Fahrzeitzähler. Was wünscht man sich fürs Reisen mehr? Vielleicht eine Reifendruckkontrolle, eine Griffheizung und Zusatzscheinwerfer? Diese Extras gibt es im umfangreichen Zubehörprogramm. Weitere Optionen sind die beheizbaren Sitzbankteile für Fahrer und Sozius und natürlich das Stauraumprogramm: die Triumph-Koffer, die mit gesamthaft 60 Litern Fassungsvolumen viel Platz bieten und leicht zu handhaben sind. Ein passendes Top- case ist ebenfalls verfügbar. Funktionale Bedienelemente, wie etwa der Schalter für den serienmässigen Tempomaten, runden die Ausstattung des Reisebikes ab. Nur der Warnblinkschalter in der Tachoeinheit ist zu weit vom Lenker entfernt. Und die Menüführung des Bordcomputers könnte etwas einfacher sein. Insgesamt, und nicht zuletzt durch Wartungsintervalle von 16 000 Kilometern, ist die Triumph Tiger Explorer (ab 17 990 Franken) ein gelungenes Ent- decker-Bike für weite Touren.

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