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Eine Karosserie und 100 000 Varianten

LIssabon. Anders als in den Schlagzeilen wahrgenommen, zeigt sich Opel in jüngster Zeit sehr aktiv. Nach dem kompakten SUV Mokka lanciert die deutsche GM-Tochter den trendigen Kleinwagen Adam mit unzähligen Individualisierungsmöglichkeiten.

Getauft worden ist der kleinste Opel auf den Vornamen des Firmengründers, doch Adam ist aus zwei Gründen verwirrend: Erstens hat Opel kürzlich explizit dar­auf hingewiesen, dass alle Namen der Marke – vom Corsa bis zum Insignia – auf einem a enden, und zweitens blieb die britische Tradition unberücksichtigt. Vauxhall Adam ist mindestens gewöhnungsbedürftig. Spätestens seit dem Verkaufsschlager Nissan Qashqai ist aber klar, dass Namen nicht mehr als Schall und Rauch sind.

Ungeachtet dieser Ungereimtheiten entpuppt sich der technisch auf dem Corsa basierende Kleinwagen als interessante Neuerscheinung, die den erfolgreichen Citroën DS3, Fiat Cinquecento, Ford Ka und Mini das Leben etwas schwerer machen könnte. Wie die Konkurrenz lässt sich auch der Opel Adam optisch mit verschiedenen Extras aufpeppen, und das in einem bisher noch nicht bekannten Ausmass.

Es beginnt mit den vier möglichen Ausstattungsvarianten Adam, Adam Jam, Adam Glam und Adam Slam sowie drei Benzinmotoren mit 70, 87 und 100 PS sowie zwölf Farben, die sich auf Wunsch mit drei verschiedenen Dachfarben kombinieren lassen. Das weisse Dach als Beispiel ist den älteren Semestern noch gut vertraut: 1959 feierte der seinerzeit exklusiv für die Schweiz aufgelegte Opel Rekord Ascona mit dem weissen Dach regelrecht Urständ. Unabhängig von den Aussenfarben gibt es die vier verschiedenen Dachhimmel normal, Starlight, Checkered Flag oder Cloud Motif und dazu 15 verschiedene Sitzdesigns. Individualisiert werden können neben anderem auch das Instrumentenbrett und die Türverkleidungen. Zum Glück gibt es nur eine einzige Karosserieversion, die dreitürige nämlich, sonst stiegen die Individualisierungsmöglichkeiten ins Millionenfache.

Die Fassade der Instrumentierung lässt sich austauschen, wenn die erste Bestellung nicht den Wünschen entspricht. Ins gleiche Fach gehört der kolorierte und austauschbare Radclip; vorgesehen für je eine Speiche pro Rad. Das verfehlt die Aufmerksamkeit nicht und sorgt weitherum für Beachtung. Die ersten Probefahrten in Portugal bringen die Bestätigung. Auffällig lackiert lässt Adam die anderen Verkehrsteilnehmer nicht kalt.

Der fett bereifte Adam fühlt sich so dynamisch an wie ein Corsa, und da alles noch ein bisschen handlicher ist, kommt durchaus Fahrfreude auf. Die Sitzfläche ist etwas kurz; das passt zu den jungen Damen, die anvisiert werden. Hinten sitzen möchte man lieber nicht. Billig gemacht ist der Opel Adam nicht, billig auch nicht. Ungeachtet der laufend angepassten Euro-Rabatte ist der Einstieg in die Adam-Welt zwar schon für 15 450 Franken möglich, doch die Basisversion lässt sich nicht individualisieren. Der echte Fahrspass beginnt mit dem Adam Jam ab 17 950 Franken, die empfehlenswerte 87-PS-Version kostet dann schon 18 950 Franken und bietet noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten. Bei den in der Version Jam inbegriffenen 16-Zoll-Aluminiumrädern sollte man es bewenden lassen. Die ersten Adam werden im kommenden März in die Schweiz ausgeliefert. Die Auftragsbücher sind aber schon jetzt gefüllt.

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