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Eine kleine Gemeinde behauptet sich

Seine Gemeinde sei zwar klein, stehe punkto Verschuldung aber gar nicht so schlecht da, sagte Altikons Gemeindepräsident an der Gemeindeversammlung vom Bächtelistag.

Gemeindepräsident Jörg Schönenberger präsentierte zu Beginn der Bächteligemeindeversammlung in Altikon vor 76 Stimmberechtigten spannende Zahlen. «Stehen kleine Gemeinden schlechter als grosse Gemeinden da?», habe er wissen wollen. Er wertete Daten von 51 Gemeinden im nördlichen Kantonsteil aus und kam dabei auf interessante Ergebnisse. So haben 17 Gemeinden einen tieferen und 31 einen höheren Steuerfuss als Altikon. Dies, obwohl die Gemeinde die achtkleinste aller Vergleichsgemeinden ist. Auch hinsichtlich Vermögen und Fremdverschuldung steht die Gemeinde gut da. Während das Dorf pro Einwohner mit 2500 Franken verschuldet ist, weist Schlatt bereits deren 10 570 Franken und Sternenberg gar 27 128 Franken auf. Mit Blick auf mögliche Fusionskandidaten verwies Schönenberger auf Waltalingen, welches 11 590 Franken an Fremdkapital pro Einwohner aufweist. Sein Fazit: Auch kleine Gemeinden können sich weiterhin behaupten und damit eigenständig bleiben. Die wirtschaftlichen Perspektiven hängen dabei nicht von der Grösse ab. «Wir haben kein Bauland mehr. Deshalb kommt es vermehrt zu Neu- und Umbauten in der Kernzone», sagte Hochbauvorstand Robi Morf. Dies hat den Gemeinderat bewogen, eine kleine Revision der Bau- und Zonenordnung vorzunehmen. Der Schwerpunkt soll auf der Kernzone liegen. «Wir stellten bei der Vergabe der Arbeiten für die Sanierung des Dorfplatzes fest, dass dieser zu einem beachtlichen Teil auch dem Kanton gehört», sagte Werkvorsteher Beat Ramseier in seiner Bilanz. Dies ist positiv für die Gemeindekasse, weil die Kosten halbiert werden können und die Gemeinde damit 22 000 Franken spart. Kritik an Biberreservat Keine Begeisterung zeigte Ramseier für die Absicht des Kantons, in der Gemeinde ein 6,5 Hektaren grosses Biberreservat einzurichten. Für die Gemeinde gehe es in dieser Frage um Geld und Waldbewirtschaftung. Dass bei einem Strasseneinbruch als Folge des Biberbaus Kosten von 4500 Franken drohen, fördere das Entgegenkommen kaum. «Die Neufassung der Quelle Weierwies ist abgeschlossen, und wir haben alle Wasseruhren bis Jahrgang 1970 ersetzen können», berichtete Werkvorstand Roland Schenk. Hinsichtlich der Klärschlammentsorgung ab 2015 wird Altikon sich nicht Zürich, sondern Frauenfeld zuwenden, wo die Verbrennungskosten tiefer sein werden. Zudem hat eine umfassende Zustandsanalyse gezeigt, dass die Abwasserleitungen im Ort in einem guten Zustand sind. Schlussendlich wurde das von Gemeindeschreiber Peter Kägi präsentierte Budget 2014 durchgewinkt. Abschliessend hatte Schulpflegepräsident Marc Budil mit den Informationen aus der Schule das Wort. Betreffend den Lehrplan 21 verwies er darauf, dass dieser in Altikon frühestens 2017/18 umgesetzt wird. Zudem verlangt das neue Volksschulgesetz, dass ab 2015 Lehrpersonen vom Kanton angestellt werden. Altersgemischte Klassen Mit der Abschaffung der Grundstufe muss sich die Altiker Primarschule neu strukturieren. «Wir können nun ab 2014/15 drei Klassenzüge mit Kindergarten, 1. bis 3. und 4. bis 6. Klasse bilden», so Budil. Die dafür notwendigen Mindestschülerzahlen werden erreicht. Eine durchwegs positive Bilanz zog Budil vom Göttisystem in der Primarschule, welches sich bestens bewährt habe. Jörg Schönenberger würdigte ganz zum Schluss das Wirken von Gemeinderat Robi Morf. Nach acht Jahren als RPK-Präsident und zwölf Jahren als Gemeinderat tritt er auf die ordentlichen Wahlen im kommenden Frühling zurück.

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