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Eine neue Kiesbank für Sennhof

Damit vor Hochwasser weiterhin frühzeitig gewarnt werden kann, hat der Kanton bei Rämismühle Kies aus der Töss baggern lassen.

Oberhalb der Brücke, die von Sennhof zur Spinnerei Hermann Bühler AG führt, liegt seit einigen Tagen eine neue grosse Kiesbank in der Töss. Der Kies stammt aus Rämismühle, von wo er mit Lastwagen nach Sennhof transportiert und dort von einem Bagger im Flussbett verteilt wurde.Anlass für den Transport war die eingeschränkte Funktion der bei Rämismühle installierten Wasserstandmessstation. Diese wird vom kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) betrieben, um rechtzeitig vor einem Hochwasser warnen zu können. Ihre Daten übermitteln die Stationen laufend nach Zürich, wo die Ergebnisse ausgewertet und bei steigenden Wasserständen Alarm ausgelöst wird. Zudem werden die Daten auf www.hochwasser.zh.ch veröffentlicht.Das Awel hat oberhalb von Sennhof noch zwei weitere Messstationen stehen, eine Bauma und eine weitere am Tösszufluss Chatzenbach bei Turbenthal. Damit sie einwandfrei funktionieren, muss in deren Messbereich regelmässig Kies entfernt werden, das die Töss ablagert. «Der Kies wurde deshalb bei der Messstation Rämismühle ausgebaggert und bei Sennhof wieder in die Töss zurückgeführt», sagt Dominik Bonderer, Mediensprecher der Baudirektion. Das Vorgehen sei mit der Fischereiaufsicht abgesprochen.

Zu wenig Kies im Fluss

Von der bei Sennhof von Menschenhand gefertigten Kiesbank aus werden die kleinen und mittelgrossen Steine mit dem nächsten Hochwasser weiter flussabwärts rollen und vorerst bei der Kyburgbrücke und im Linsental liegen bleiben. Das macht darum Sinn, weil es der Töss praktisch auf der gesamten Länge ihres Laufes an sogenanntem Geschiebe fehlt. Seit der Kanalisierung 1850 bleibt dieses in den Kiesrückhaltebecken und -sammlern liegen, statt vom Fluss talabwärts getragen zu werden.Ein Problem ist das fehlende Geschiebe darum, weil sich die Töss als Ersatz Kies aus der Flussohle holt und sich der Fluss deshalb stetig weiter ins Tal einfrisst. Das wiederum führt zur Unterspülung von Ufersicherungen und Fundamenten und zu entsprechend hohen Sanierungskosten.

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