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«Eine redimensionierte Anlage tut es auch»

Pro Heimgarten wehrt sich nach wie vor gegen die geplante Jagdschiess- anlage im Widstud. Unser Haupt- argument ist immer noch die Grösse! Bei dieser Super-Sportanlage wird regelrecht mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Denn rund 51 Prozent der geplanten Schüsse werden durch Sport- und Freizeitschützen abgegeben. Und das wohlgemerkt in der Landwirtschaftszone, im Naherholungs- und im Wohngebiet. Das betrifft uns alle. Oder wer ausser Regierungsratspräsident Markus Kägi ist der Meinung, dass eine Schiessanlage mit Restaurant, einem Klublokal, einem Büchsenmacher und öffentlichen Parkplätzen in die Landwirtschaftszone gehört?

Wie Kägi schon mehrmals gesagt hat, gibt es für ihn nur Schwarz oder Weiss, Widstud oder Embrach. Aber wir alle wissen, das Leben besteht aus ganz vielen Zwischentönen, es gibt auch Grau, Herr Kägi. Wir finden die Drohung «Wenn Widstud nicht kommt, dann bleibt Embrach» nicht fair! Wenn sich der Regierungsrat auf seinen gesetzlichen Auftrag kon­zen­trie­ren würde (den Zürcher Jägern eine Möglichkeit zum Trainieren geben), könnte eine redimensionierte Anlage realisiert werden.

Bei einer Redimensionierung (eben, bei Grau) würden zudem ganz viele Standorte wieder ins Spiel kommen, die möglicherweise weniger stören und sich besser eignen würden und bei denen der Regierungsrat nicht so vielen kritischen Fragen ausweichen oder diese sogar, wie in unserem Fall, aus taktischen Gründen ignorieren müsste. Aber unser Regierungsrat will mit Kanonen schiessen – und solange ihn niemand daran hindert, so lange müssen wir Angst haben, dass unsere idyllische Ruhe nicht nur durch Strassen- und Fluglärm gestört wird, sondern in Zukunft auch noch durch unverhältnismässig viel Schiesslärm. Schade, dass auf uns – die betroffene Bevölkerung – keine Rücksicht genommen wird.

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