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Eine Reise zu Bildern und zu sich selbst

«Sie dreht sich um»

Angelika Overath erzählt in ihrem Roman «Sie dreht sich um» viele berührende Geschichten von Ehen und von Beziehungen. Es sind Geschichten, die in Bildern enthalten sind, erzählt werden sie von Frauen, die sich umdrehen: Zu ihr, Anna Michaelis, fünfzig Jahre alt, die vor den Bildern steht in den Museen von Edinburgh, Boston, Kopenhagen, Wien, St. Moritz. Dorthin reist sie, um sich selbst zu finden, nachdem ihr Mann ihr eröffnet hat, dass er sie mit einer jüngeren Kollegin betrügt. Eine Ehegeschichte ist es aber nicht, was die Autorin hier erzählt. Vielmehr lässt sie ihre Protagonistin in einen facettenreichen Spiegel blicken. Die Bilder von Malern wie Paul Gauguin, Edward Hopper, Giovanni Segantini und Anna Archer sind jeweils ganze Welten für sich, in die man als Leser dank den ebenso akribischen wie behutsamen Beschreibungen eintauchen kann; mit ihren Fragen öffnet die Betrachterin die Räume. So ist das intensive, dichte und stets nah am Alltag geschriebene Buch auch eine Schule des Sehens, die Lust macht, sich selbst mit Bildern zu beschäftigen. dwo

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