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Eine Spritze, die Hauskatzen harmlos macht

Forscher der Uni Zürich stellen das Leben von Allergikern auf den Kopf: Statt sich selbst gegen Katzenhaare impfen zu müssen, können diese künftig ihre Katze entschärfen.

Jeder zehnte Mensch ist auf Katzenhaare allergisch. Genauer: auf ein bestimmtes Protein, das sich in Hautschuppen und im Speichel der Tiere befindet. Betroffene Katzenfreunde hatten bisher nur zwei mögliche Lösungen: Entweder liessen sie sich in einem jahrelangen Verfahren mit Medikamenten unempfindlich machen – oder die Katze musste gehen.

Drei Forscher des Universitätsspitals Zürich eröffnen den Tierhaltern nun einen dritten Weg, der für diese wesentlich komfortabler ist: Die Allergologen und Immunologen Gabriela Senti, Thomas Kündig und Martin Bachmann haben eine Methode entwickelt, mit der Katzen gegen jenes körpereigene Protein geimpft werden können, das die Allergie auslöst. Wenn das Protein im Körper der Katze zurückgehe, würden auch die Sym­pto­me beim Menschen nachlassen. Für die Katze selbst spiele das Protein keine lebenswichtige Rolle. Alles spreche dafür, dass sie gut auch ohne zurechtkomme.

Noch dauert es Jahre

Um den entsprechenden Impfstoff zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, haben die drei Forscher eine Spin-off-Firma gegründet, die unlängst den Swiss Technology Award gewonnen hat. Mit einer klinischen Anwendung des Impfstoffs könne in etwa drei Jahren gerechnet werden, sagt Senti.

Der Swiss Technology Award wurde 1987 durch Branko Weiss und Nicolas Hayek gegründet. Der Preis geht jährlich an die innovativsten Firmen und In­sti­tu­tio­nen aus allen Branchen. (sda)

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