Zum Hauptinhalt springen

Eine wahre Brutstätte für Wetterfrösche und Humoristen

Morgen kommt das neue Winterthurer Jahrbuch in den Handel. Die zweite Ausgabe unter neuer Leitung wirft Schlaglichter auf viele Bereiche des Stadtlebens.

Viele Schuhe und ein Mann, der sich danach bückt – das Titelbild des Jahrbuchs stammt unübersehbar aus «En guete Bonjour». 2014 war ein Jubeljahr für die Stadt und das Freilichtspiel eines der Höhepunkte. Wer es nicht miterlebt hat, der wird im Beitrag des Mitspielers und ehemaligen «Landbote»-Redaktors Jean Pierre Gubler anschaulich auf einen Gang hinter die Kulissen mitgenommen.Ebenfalls um ein Jubiläumsprojekt dreht sich der Artikel «Nur der Mammutbaum trotzt allem Elend». Michael Wiesner, der Autor des Buches «Waldzeit – Wälder für Winterthur», wirft einen Blick auf den Anbau von exotischen Bäumen in Winterthurer Wäldern. Ende des 19. Jahrhunderts setzte Stadtforstmeister Max Siber im grossen Stil auf Exotenholz. Viele der 100?000 gepflanzten Exoten gingen ein, aber 60 mächtige Mammutbäume lassen sich durch nichts unterkriegen.Aus 169 Themenideen hat die Redaktion des Jahrbuches, die seit zwei Jahren aus Claudia Sedioli, Regina Speiser und Dominik Bruderer besteht, 33 Themen «relativ willkürlich» ausgesucht. «Wir wollen bringen, was die Stadt bewegt», sagte Claudia Sedioli bei der gestrigen Medienpräsentation. Wichtig sei nur, dass die verschiedenen Rubriken breit abgedeckt würden.

Grosses Themenspektrum

Das Spektrum ist gross. Es reicht von einem Porträt der Giesserei Bründler in Oberi über den Unternehmer Hannes W. Keller bis hin zur Entwicklung der Halle 87 oder zum Abgesang auf die Villa Flora. «Überraschend war für mich, dass Winterthur eine richtige Brutstätte für Wetterfrösche ist», sagt Regina Speiser. Die Meteorologen Felix Blumer und Alex Rubli lieferten sich im Buch ein ausgewachsenes Duell.Speiser selber hat mit Felix Schaad und Claude Jaermann die Väter der Comicfiguren Igor, Zwicky und Eva porträtiert. «Und zwar stand der Beitrag lange bevor eine grosse Zeitung kürzlich Winterthur als Hauptstadt des Humors entdeckt hat», wie sie lachend sagt.Das Jahrbuch macht keinen Gewinn, 120?000 Franken beträgt das Budget, für das Sponsoren gesucht werden müssen. «Wir sind auf den Goodwill der Autoren und Fotografen angewiesen, weil wir nicht viel zahlen können», sagt Dominik Bruderer, der zusammen mit Martin Wittwer auch als Herausgeber amtet. Beide sind Inhaber der Druckerei Mattenbach, die auch das Jahrbuch druckt. «Wir merken, dass das Jahrbuch einen guten Ruf hat», so Bruderer. Kaum jemand würde es ablehnen, für das Jahrbuch porträtiert zu werden. «Da rennen wir jedes Jahr offene Türen ein.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch