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Eine Weltklassezeit und drei Geschlagene

stockholm. Am Diamond-League-Meeting in Stockholm sorgte Julia Saripowa über 3000 m Steeple mit der drittschnellsten je gelaufenen Zeit für den Höhepunkt. Zu den Geschlagenen gehörten Felix Sanchez, Jennifer Suhr und Brittney Reese.

Auch ohne Usain Bolt, David Rudisha und Allyson Felix präsentierte sich in der schwedischen Hauptstadt ein attraktives Teilnehmerfeld. Bei 11 von 17 Diamond-League-Disziplinen waren frisch gekürte Olympiasieger am Start.

Elf Tage nach seinem Olympiatriumph über 400 m Hürden musste sich Felix Sanchez dem in London zweitklassierten Michael Tinsley relativ deutlich geschlagen geben. Der 28-jährige Amerikaner wurde nach einem starken Finish in 48,50 Sekunden gestoppt, der zweitplatzierte Sanchez blieb 1,3 Sekunden über seiner Jahresweltbestzeit (47,63). Javier Culson, der vierfache Saisonsieger im Rahmen der Diamond League, verzichtete auf einen Start. Der Disziplinensieg ist dem Puerto Ricaner gleichwohl nicht mehr zu nehmen.

Wie Sanchez zu den Geschlagenen gehörten die Amerikanerinnen Jennifer Suhr und Brittney Reese. Die Olympiasiegerin im Stabhochsprung scheiterte bei 4,55 m dreimal und blieb ohne gültigen Versuch. Den Sieg mit übersprungenen 4,70 sicherte sich die Olympiazweite Yarisley Silva aus Kuba. Im Weitsprung kam Reese beim Sieg der Russin Jelena Sokolowa (6,82) nicht über 6,23 m hinaus und beendete den Wettkampf als Neunte.

Über 400 m überspurtete Sanya Richards-Ross ihre Rivalin Amantle Montsho (Botswana) auf den letzten 40 Metern und sicherte sich so bei ihrem zweiten Start an einem Diamond-League-Meeting den zweiten Sieg. In 49,89 Sekunden verpasste die Amerikanerin den angestrebten Stadionrekord ihrer Landsfrau Allyson Felix um 19 Hundertstel, sie blieb aber zum 46. Mal unter der 50-Sekunden-Marke.

Die wertvollste Leistung des Abends realisierte die russische Steeple-Läuferin Julia Saripowa. Die Olympiasiegerin wurde in der Jahresweltbestzeit von 9:05,02 Minuten gestoppt. Schneller als die 26-Jährige lief bislang lediglich die Russin Gulnara Galkina (8:58,81 und 9:01,59). In Stockholm war Saripowa 1,7 Sekunden schneller als bei ihrem Olympiatriumph.

Mit der Hochspringerin Anna Tschitscherowa (Russ), der Diskuswerferin Sandra Perkovic (Kro), der Kugelstosserin Valerie Adams (Neus) und dem Dreispringer Christian Taylor (USA) behielten vier weitere Goldmedaillengewinner von London im Stockholmer Olympiastadion die Oberhand. Derweil Adams für ihren Stadionrekord (20,26 m) wie Saripowa zusätzlich zur Siegprämie von 10 000 Dollar einen Diamanten im Wert der gleichen Summe erhielt, ist Taylor der Sieg im Diamond Race nicht mehr zu nehmen.

Sechs Tage vor ihrem «Heim-Meeting» in Lausanne präsentierte sich die für Bahrain startende und in der Waadtländer Kantonshauptstadt lebende Maryam Yusuf Jamal weiterhin in starker Verfassung. Die Olympiadritte setzte sich über 1500 m nach einem starken Finish durch. Den 100-m-Sprint der Männer gewann in Abwesenheit der ersten vier des Olympiarennens der Amerikaner Ryan Bailey in 9,93 Sekunden. (si)

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