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Eine Zukunft, die viel kosten könnte

Ein Kommentar von Martin Gmür

Die technischen Probleme, die lange die Leistung der Fleischabfallverwertungsanlage Biorender minderten, scheinen überwunden. Der Gasausstoss ist gestiegen und stabil. Und sogar ein wundersamer Investor ist aufgetaucht, der die Anlage sanieren und retten soll. Gute Neuigkeiten, die der Winterthurer Stadtwerk-Direktor als Biorender-Verwaltungsratspräsident verkünden konnte. Umso mehr, als der Geldbringer vom Fleischfach sei. Ein Grosser aus dieser Branche könnte der kleinen Biorender guttun. Negativbotschaften hatten die Biorender-Chefs gestern jedoch auch wieder mehrere auf Lager: Der Ziel-Output war stets zu optimistisch prognostiziert worden und musste jetzt stark nach unten korrigiert werden. Die Firma steht kurz vor dem Konkurs; da helfen auch die erhofften ­Millionen aus Wil nichts, die erst noch erstritten sein wollen – was länger geht als bis im Herbst. Für Winterthur, die anderen Städte und die Banken wird entscheidend sein, was sie dem Investor bieten müssen, damit dieser einsteigt. Angesichts der leeren Kasse von Biorender definiert er die Regeln. Werden alle dar­auf eingehen? Wird man Aktien abschreiben müssen? Im Vertrauen, dass Biorender zur Ener­gie­wende beiträgt? Die Weichen sind in Winterthur ­gestellt, damit die Kundschaft künftig (teureres) Biogas für den Hausgebrauch bestellen kann. So belastet das Abenteuer Biorender immerhin verstärkt die umweltbewussten Gaskonsumenten und weniger die Allgemeinheit.

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