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Eines der letzten erhaltenen Wohnhäuser aus dem Spätmittelalter

Das stattliche Herrenhaus, das wir keine fünf Minuten von Mitlödi entfernt in Nidfurn besuchen, beeindruckt schon von aussen durch seine stattliche Höhe. Das rosa getünchte Haus galt denn auch einst als das höchste Haus im Tal. Seit 2007 wird der einstige Herrschaftssitz als kleines «Privathotel» geführt. So liest man zumindest auf dem Schild neben der Eingangstüre, denn wer eintritt, glaubt in einem Museum zu stehen. Und das ist es wirklich – ein «Museum für Wohnkultur».

«Ursprünglich suchten wir ein grosses Haus für die Antiquitätensammlung», erklärt der Besitzer und Hotelier Christian Behring, der zusammen mit dem Antiquitätenhändler Armin Trinkl das Landvogthaus führt. Der frühere Herrschaftssitz baute einst der Landvogt Peter Blumer, dessen Nachkommen bewohnten es über Jahrhunderte bis zur zehnten Generation. Es gilt heute als eines der wenigen, weitgehend noch im originalen Zustand erhaltenen Beispiele spät- mittelalterlicher Wohnhäuser der Schweiz.

Die Hausherren führen Gäste und Besucher regelmässig durch ihr Haus, daneben finden oft hochrangige Musikanlässe, Lesungen oder Apéros im Garten mit Blick auf das Glarnertal mit dem Tödi statt. So bestaunt man prächtige Stuben mit reich verzierten Decken und barocken Wandtäfern, spätgotische Fensternischen und stattliche Keramiköfen, unterm Dach weitere Sammlungen chinesischen Porzellans oder ausgestopfte Wildtiere.

In dem mit Antiquitäten und seltenen Trouvaillen bestückten Haus kann man vier Zimmer mieten, während in den anderen Räumen wie dem Musikzimmer, im gelben Salon oder im «Zimmer der Landvögtin» die Events stattfinden. Gefrühstückt wird (meist) in der Küche am grossen Tisch, die, neben den Bädern, als einziger Raum mit modernen Elementen ausgestattet ist. (lis)

Das Landvogthaus Nidfurn ist ein neues

Mitglied bei den Swiss Historic Hotels

www.swiss-historic-hotels.ch www.landvogthaus.com

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