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Eingedolter Bach soll an die Luft

Letzte Etappe bei der Aufwertung des Nürensdorfer Dorfzentrums: Unter anderem soll der Bach freigelegt werden.

Was sich die Stadtzürcher am Utoquai zwischen Bellevue und Hechtplatz gegönnt haben, das würde auch Nürensdorf gut anstehen. So oder ähnlich sieht es jedenfalls der Gemeinderat der Unterländer Gemeinde. Denn er arbeitet schon seit Jahren darauf hin, dass zwischen Schloss und der jetzigen Bärenkreuzung ein offenes Gewässer fliessen kann, das auch zugänglich ist und zum Verweilen einlädt. Planauflage erfolgt Während der Kanton in den letzten Jahren mit der Sanierung der Alten Winterthurerstrasse und der Lindauerstrasse extra zugewartet hatte, konnte das Zen­trum in der Zwischenzeit bereits im grossen Stil umgestaltet und erneuert werden. Einerseits ist ein Alterszentrum mit Arztpraxis und Spitex entstanden, andererseits auch ein öffentlicher Zen­trumsbau mit Bäckerei-Café, Coiffeur, Bibliothek und Kirch­gemeindesälen. Nun steht der letzte Schritt an: die Sanierung der Hauptstrassen samt Kreiselbau auf der Bärenkreuzung. Zudem wird der Bach, der heute unter­irdisch fliesst, ausgedolt. «Das Zentrum soll damit noch attraktiver werden», sagt Bausekretär Christian Meierhans. Im Zuge der ohnehin dringend notwendigen Sanierung der Hauptstrassen durch den Kanton wird der Gemeinderat nun also die Bachöffnung durchführen. Die öffentliche Planauflage erfolgte bereits. «Es sind keine Einwendungen gegen das Bachprojekt des Gemeinderates eingegangen», bestätigt Meierhans. Hingegen habe es gegen das kantonale Strassenbauvorhaben einige Einwendungen gegeben. Was diese beinhalten, verrät er nicht. «Das ist ein laufendes Verfahren.» Hochwasserschutz muss ohnehin angepasst werden Die Bachöffnung könnte – so wie es die Pläne aufzeigen – aus dem Nürensdorfer Zentrum tatsächlich einen idyllischen Ort zum Verweilen machen. Sie erfolgt im Rahmen der Absicherung gegen Hochwasser, was sowieso erfolgen müsste, da der heutige Kanal den neuen Vorschriften des Kantons nicht mehr entspricht. Von den Gesamtkosten von 640 000 Franken für die Hochwasser­sicherung entfallen für die Gemeinde aufgrund der von ihr ­gewünschten Bachöffnung rund 100?000 bis 150?000 Franken. Dafür erhält man eine maximal 5,5 Meter breite und 40 Meter lange naturnahe Fläche mitten im Dorf. Sie wird direkt vor dem Bäckerei-Café an der Alten Winterthurer­strasse liegen, dort, wo sich heute eine nicht mehr genutzte Bushaltestelle befindet. Der grösste Teil des Wassers wird aber weiterhin darunter in einem Hochwasserkanal fliessen. Voraussichtlich im Frühling soll mit dem Bau begonnen werden. Christian Wüthrich

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