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Einige Diskussionen und doch lauter Ja

Drei Kreditbegehren und das Budget 2014 beschäftigte die Aadorfer Schulgemeindeversammlung am Montag während zweieinhalb Stunden. Die Schulpflege setzte sich am Ende mit all ihren Anträgen deutlich durch – trotz einiger Diskussionen.

Ein im Vorfeld der Budgetversammlung seitens des SVP-Präsidenten August Sidler veröffentlichter Leserbrief liess bewegte Diskussionen um die drei vorgelegten Kreditbegehren in der Höhe von insgesamt über 2 Millionen Franken erwarten. Die Auseinandersetzungen fanden denn an der von 152 Stimmberechtigten besuchten Versammlung auch statt. Schulgemeinde-präsident Martin Köstli, der erst seit August im Amt ist, hatte diese aber gut im Griff. Zuerst gab ein Projektierungskredit von 240 000 Franken für den Umbau der übereinander liegenden Turnhallen Löhracker zu reden. Das sei viel Geld für blosse Studien, hiess es. Denn ein fertiges Raumprogramm liegt nicht vor. Für den späteren Umbau der Hallen wird mit über vier Millionen Franken gerechnet. Das lasse sich angesichts der nur unwesentlich steigenden Schülerzahlen kaum rechtfertigen, tönte es aus der Versammlung. Liegenschaftsverwalterin Cornelia Brändli gab aber zu verstehen, dass Ersatz für die beiden Schulküchen Schulstrasse und Löhr­acker dringend nötig sei. Die Höhe der Hallen erlaube es, einen weiteren Boden einzuziehen, um weitere Klassen- und Gruppenräume zu schaffen. Auch sollen ein derzeit noch gebrauchter Pavillon und ein Container eliminiert werden. Die unsichere Planungssi­tua­tion sei entstanden, weil der Ausgang der Abstimmung über die neue Sporthalle lange offen gewesen sei. Am Ende waren die Befürworter des Projektierungskredites deutlich in der Mehrheit. Im nächsten Herbst soll ein Umnutzungskonzept samt Raumprogramm vorliegen. Alternativen unbeliebt Etwas Opposition gab es auch bei der Sanierung und dem sanften Umbau der Liegenschaft an der Käsernstrasse, wofür die Schulpflege 980 000 Franken investieren will. Nach dem Auszug des Kindergartens ist dort die Familien­ergänzende Kinderbetreuung untergebracht. Deren Präsident Paul Rupper unterstrich die Bedeutung der In­sti­tu­tion, denn die Zahl der betreuten Kinder steigt stetig. Das 40-jährige Gebäude sei zudem sanierungsbedürftig. Aus der Versammlung wurde der Verdacht geäussert, dass der Betrag knapp unter einer Million Franken gehalten worden sei, um eine Urnenabstimmung zu vermeiden. Das verneinte der Schulpräsident. «Jeder Private würde dieses 40-jährige Gebäude auch sanieren, egal was nachher damit passiert», sagte Köstli. In einer Wortmeldung wurde der Standort als ungünstig bezeichnet. Dem widersprach eine anwesende Mutter: «Betreuung, Kita und Mittagstisch sind am richtigen Ort, auch verkehrsmässig, weil die Kinder nicht alle zur selben Zeit gebracht und abgeholt werden», sagte sie. Auch bei diesem Geschäft standen am Ende der Ja-Mehrheit nur wenige Nein-Stimmen gegenüber. Weniger Einwände gab es dann zur Sanierung des Daches des Sekundarschulhauses Nord, des ehemaligen Realschulhauses. Darin befindet sich auch das Hallenbad. Das achteckige Gebäude wurde einst als grosser architektonischer Wurf bezeichnet. Für die Sanierung sind nun 855 000 Franken vorgesehen. Wasserschäden und eine mangelnde Lüftung sind zu beheben. Ebenso ist die Belichtung ungenügend, wofür ein Oberlicht sorgen sollte. Die Anregung aus der Versammlung, das Flachdach durch ein Steildach zu ersetzen, vermochte nicht zu überzeugen. Die grosse Fläche, die Kuppel und die spezielle Architektur des 40-jährigen Gebäudes sprachen dagegen. Der Kredit wurde praktisch einstimmig angenommen. Steuereinnahmen steigen Keine Fragen gab es schliesslich zur Festsetzung des Steuerfusses bei unveränderten 98 Prozent und zum Budget 2014. Schulverwalter Markus Büsser hatte erfreuliche Informationen: «Im laufenden Jahr wird der budgetierte Nettosteuerertrag von 14,86 Millionen voraussichtlich um rund 450 000 Franken übertroffen.» Für 2014 rechnet er mit einer weiteren Zunahme von 2 Prozent bei den Steuereinnahmen von natürlichen Personen.

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