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Einige heikle Momente

MELBOURNE. Stanislas Wawrinka musste gegen den Kolumbianer Alejandro Falla einen vierten Satz absolvieren. Belinda Bencic verabschiedete sich mit Anstand vom Australian Open.

Zum siebten Mal in seiner Karriere steht Stanislas Wawrinka in Melbourne in der 3. Runde. Der Weg dorthin war steiniger als auch schon – und auch als erwartet. Gegen, die Nummer 87 der Welt, benötigteehe er konnte,mehr oder weniger

Melbournekommentierte diese Phaseageben musste.liess schätzt ein Der Kanadier qualifizierte sich zum ersten Mal in seiner Karriere für die 3. Runde eines Grand-Slam-Turniers.

«Grossartige Erfahrung»

80 Minuten wehrte sich Belinda Bencic (WTA 187) bei ihrem ersten Auftritt auf einem grossen Centre-Court in ihrer Premiere gegen eine Spielerin aus den Top Ten. 0:6, 6:7 (5:7) verlor sie gegen die Weltranglistenvierte Li Na. «Es war eine grossartige Erfahrung», sagte Bencic, die am Mittwoch, an dem die Temperaturen im Melbourne Park wieder auf rund 40 Grad anstiegen, als Erste in der 15 000 Zuschauer fassenden Rod-Laver-Arena antreten durfte. «Früher habe ich Li immer im Fern­sehen zugeschaut. Nun gegen sie zu spielen, war ein unglaubliches Gefühl», schwärmte Bencic.

Im ersten Satz, der nur 22 Minuten dauerte, bezahlte die gebürtige Ostschweizerin Lehrgeld. Sie war vom Tempo der Chinesin, die 2011 und 2013 in Melbourne im Final gestanden hat, etwas überrascht. Danach bot die Junioren-Siegerin von Paris und Wim­bledon der haushohen Favoritin aber Paroli. Bencic, die jüngste im Tableau verbliebene Spielerin, führte nach einem Break gar 4:3 und hatte bei eigenem Aufschlag Spielbälle zum 5:3; einen davon vergab sie mit einem Doppelfehler. Später im Tiebreak war die Schweizerin beim Stand von 5:5 sogar nur zwei Punkte vom Satzausgleich entfernt. «Ich habe aggressiver gespielt und besser serviert», erklärte Bencic ihre Leistungssteigerung im zweiten Durchgang, der knapp eine Stunde dauerte. Im ersten Satz hatte Bencic bei eigenem Service nur drei Punkte gewonnen.

Trotz der Niederlage zog Bencic ein positives Fazit nach ihrem ersten Grand-Slam-Turnier. Die Qualifikation überstand sie ohne Satzverlust, gegen Kimiko Date Krumm feierte sie ihren dritten Sieg gegen eine Top-100-Spielerin, und gegen Li Na, die bisher einzige chinesische Grand-Slam-Siegerin, bewies sie, dass sie auch gegen die Besten der Welt zumindest phasen­weise mithalten kann. «Ich hoffe, dass ich die Erfahrungen aus dieser Partie in Zukunft umsetzen kann», so Bencic.

Lob von der Gegnerin

U-Cn

Die Schweizerin bekam auch Lob von Na Li. «Sie spielt exakt wie Martina Hingis», sagte die 31-Jährige, die gegen Hingis 2007 in Melbourne in den Achtelfinals verloren hatte. «Es gefällt mir, wie sie spielt. Sie nützte meinen Druck aus, um mich zum Laufen zu bringen», kommentierte Li, die bereits in der 1. Runde mit der 16-jährigen Ana Konjuh ein Topjuniorin des letzten Jahres ausgeschaltet hatte. «Sie spielen beide sehr gut, haben aber einen total unterschiedlichen Stil», wertete die Chinesin, die im letzten ­Sommer Rücktrittsgedanken geäussert hatte. (si)

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