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Einkaufstour von ABB beschert Managern höhere Vergütungen

Der Wachstumskurs von ABB beschert den Management höhere Vergütungen. Erstmals wurden der Geschäftsleitung Aktienpakete in Aussicht gestellt. Damit will der Automations- und Elektrotechnikkonzerns Bemühungen um die Integration neuer Firmenteile belohnen.

In den vergangenen drei Jahren wandte ABB nach eigenen Angaben über 10 Mrd. Dollar für Akquisitionen auf, darunter drei Milliardenakquisitionen in den USA: Der Industriemotorenhersteller Baldor, der Niederspannungs-Spezialist Thomas & Betts und das Softwareunternehmen Ventyx. Die Manager sollen nun dafür Aktien und Barbeträge erhalten, dass diese die Integration der dazugekauften Firmen vorantreiben. Im Geschäftsbericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, erklärt der ABB-Verwaltungsrat, dass der Erfolg dabei von Kosten- und Wachstumssynergien und schliesslich vom Gewinn abhänge. Dieser im Oktober 2012 lancierte Plan, den ABB "Acquisition Integration Acquisition Execution Plan" (AIEP) nennt, führte zu einer Zuteilung von 8,39 Mio. Franken. Zugriff auf die für 2012 zugeteilten Pakete haben die Manager 2014. Die Auszahlung soll zu 70 Prozent in Aktien und zu 30 Prozent in bar erfolgen, doch können die Manager auch 100 Prozent in Aktien beziehen. Insgesamt erhielt die Ende Jahr 12-köpfige ABB-Geschäftsleitung Vergütungen in Höhe von 50,90 Mio. Franken zu. Mit der Vergütung für Energietechnikchef Peter Leupp, der vor gut einem Jahr aus der Geschäftsleitung ausschied, erhöht sich der Betrag auf 52,06 Mio. Franken. Ohne den neuen Akquisitions-Vergütungsplan beträgt die Summe für das vergangene Jahr 42,51 Mio. Fr. und liegt damit höher als 2011, als ABB 37,8 Mio. Fr. einsetzte. Vom Akquisitions-Vergütungsplan ausgeschlossen ist Konzernchef Joe Hogan, da dieser die Leistungen der Geschäftsleitungsmitglieder mitbeurteilt. Er war aber im vergangenen Jahr dennoch das höchstbezahlte ABB-Geschäftsleitungsmitglied. Er kommt auf 10,16 Mio. Fr. Gesamtvergütung, nach 9,37 Mio. Fr. im Vorjahr. Sein Grundsalär beträgt 2,01 Mio. Franken. Dazu kommen ein Barbonus von 3,32 Mio. Fr. und weitere Vergütungselemente wie Pensionsansprüche, wie im englischsprachigen Geschäftsbericht festgehalten ist, der aufgrund der Geschichte des Konzerns auch noch auf Deutsch und auf Schwedisch erscheinen wird. Der geschätzte Wert von Aktien, die Hogan als Teil eines Langfrist-Salärplans erhält, beträgt 4,12 Mio. Franken. Die Entschädigungen für die Verwaltungsratsmitglieder sind erwartungsgemäss viel tiefer als jene der operativen Konzernlenker. ABB-Präsident Hubertus von Grünberg kommt laut Geschäftsbericht auf eine Vergütung von 1,2 Mio. Franken, die übrigen Verwaltungsräte erhalten 300'000 oder 400'000 Franken. Zum grösseren Teil werden auch die Bezahlungen für die Verwaltungsratsgehälter in Aktien zugeteilt. Insgesamt lässt sich der Konzern sein Aufsichtsgremium 3,5 Mio. Fr. kosten. (sda)

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