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Einkommensschwache mit Gesundheit weniger zufrieden als Wohlhabende

Mit ihrem Leben sind 75 Prozent der Schweizer Bevölkerung zufrieden. Dies geht aus einer Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. Grossen Einfluss auf die Beurteilung der Lebensqualität hat die finanzielle Situation, besonders bezüglich Gesundheit und Wohnsituation.

So sind die einkommensschwachen über 50-Jährigen mit ihrem Gesundheitszustand deutlich weniger zufrieden als die wohlhabenden. Laut der am Dienstag veröffentlichten BFS-Erhebung zeigen sich lediglich 52 Prozent der einkommensschwächsten 50- bis 64-Jährigen mit ihrem Gesundheitszustand sehr zufrieden gegenüber 75 Prozent der wohlhabendsten gleichen Alters.

Ein hohes Einkommen steigere die Zufriedenheit in zahlreichen Lebensbereichen, ob in Bezug auf das Leben im Allgemeinen, die finanzielle Situation, das Zusammenleben, die Wohnsituation oder eben die Gesundheit. Einzig bei der vorhandenen Freizeit gehe der Anteil der sehr Zufriedenen mit zunehmendem Einkommen zurück, schreibt das BFS.

Schwierigkeiten, für die notwendigsten Ausgaben aufzukommen, oder nicht in der Lage zu sein, eine unerwartete Ausgabe von 2000 Franken zu tätigen, belasten die Lebenszufriedenheit stark. Nur die Hälfte der Personen (50,9 Prozent), die in einem solchen Haushalt leben, sind mit dem Leben im Allgemeinen sehr zufrieden. Bei den Menschen ohne finanzielle Schwierigkeiten sind es 84,5 Prozent.

Am häufigsten Schwierigkeiten haben Menschen mit niedrigem Bildungsstand, Ausländer sowie Personen in Einelternfamilien. Bei gleicher finanzieller Situation bestehen bei der Beurteilung der Lebensqualität kaum Unterschiede nach Bildungsstand oder Nationalität.

Im Jahr 2011 waren gemäss Definition der EU 14,1 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz von Armut bedroht. Als armutsgefährdet gelten demnach beispielsweise alleinstehende Personen mit einem verfügbaren monatlichen Einkommen von weniger als 2400 Franken oder Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren mit weniger als 5100 Franken pro Monat.

18,7 Prozent lebten in einem Haushalt, der nicht über die Mittel verfügt, um eine unerwartete Ausgabe von 2000 Franken zu tätigen. Zudem lebten 12,8 Prozent in einem Haushalt, der nach eigenen Angaben Schwierigkeiten hat, für die notwendigsten Ausgaben aufzukommen.

5,6 Prozent gaben an, ihr Vermögen für laufende Ausgaben zu verbrauchen. Bei den Personen ab 65 Jahren war dies laut der Statistik sogar bei 17,2 Prozent der Fall.

(sda)

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