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Einwohner stossen sich an Rampe

Die «Schanze» auf der Kantonsstrasse in Kollbrunn ist den Einwohnern ein Dorn im Auge. Für das kantonale Tiefbauamt gibt es aber keine Alternative zur Rampe beim Durchlass des Rutzenbachs.

Der Stein des Anstosses war ein einziger Satz in der Bauabrechnung über den hochwassersicheren Ausbau des Rutzenbachs in Kollbrunn. Er lautete: «Es wurden keine baulichen Mängel festgestellt.» Diesen Eindruck konnten nicht alle der 91 Teilnehmer an der Zeller Gemeindeversammlung am Montagabend teilen. «Es kann doch nicht sein, dass die ‹Schanze› auf der Strasse Absicht ist», ereiferte sich ein Votant. Tatsächlich weist die Hauptstrasse eine kleine Rampe auf, seit das kantonale Tiefbauamt den neuen Bachdurchlass vor zwei Jahren eingebaut hat. Ein Warnschild gibt es nicht. Maximal sind auf der Strecke 60 Stundenkilometer erlaubt. «Für Töfffahrer ist das gefährlich», meinte ein Teilnehmer. Ein anderer bemängelte, dass man nachts durch die aufflackernden Scheinwerfer geblendet werde. Einem direkten Anwohner raubt die «Schanze» zudem den Schlaf: «Wenn jemand frühmorgens dar­überrast, dann bin ich hellwach.» Werkvorstand Richard Illi erklärte, dass die Gemeinde bei einer Kantonsstrasse nicht mitreden könne. «Lärmproblem ist bekannt» Ein Votant äusserte gar die Vermutung, dass das kantonale Tiefbauamt von allem nichts weiss. Dem ist laut Mediensprecher Thomas Maag aber nicht so. «Das Lärmproblem ist uns bekannt», gab er gestern auf Anfrage an. Dies hänge mit einem technischen Mangel zusammen, der zu einem lärmigen Schwelleneffekt führe. «Unsere Fachleute suchen eine Lösung.» Eine Alternative zur Rampe gebe es aber nicht. Das Volumen ist vorgegeben, sonst hält der Durchlass einem Jahrhunderthochwasser nicht stand. Der Bach kann auch nicht tiefergelegt werden, weil sonst die Töss in diesen hineinfliessen würde. Und das Strassenniveau will der Kanton nicht anheben, weil er dies nicht als sinnvoll erachtet. «Der Nutzen würde in keinem Verhältnis zu den Kosten stehen.» Bei Tempo 60 stelle die Schwelle zudem keine Gefahr dar. Die Abrechnung, die auch den Bahndurchlass beinhaltet, wurde übrigens trotz des Ärgers genehmigt. Der Gesamtkredit von 1,27 Millionen wurde um 264 000 Franken unterschritten. Der Gemeinde sind Nettokosten von 206 000 Franken entstanden, da sie nur den Ausbau des Bachbetts, nicht aber die beiden Röhren bezahlen musste.

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