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Embraport soll neuem Ortsteil weichen

Eine Planungsgruppe will den Embraport bis 2040 umnutzen. Die Zürcher Freilager allerdings wollen an ihrem Logistikstandort im Embracher Bahnhofquartier festhalten.

Das Embracher Logistik­zen­trum Embraport erzeugt vor allem ­Verkehr und wenig Arbeitsplätze. In der Ortsplanung 2040, die im Moment in einer Arbeitsgruppe entsteht, sieht der Gemeinderat denn auch eine andere Nutzung für das grossflächige Areal vor. Die verantwortliche Gemeinde­rätin, Rebekka Bernhardsgrütter, spricht von einem «regionalen Zen­trum» rund um den Bahnhof. Wie dieses aber konkret aus­sehen soll, sei noch zu definieren. Ihr Vorgänger sprach einst von Einkaufsmöglichkeiten und Unterhaltungsangeboten. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn die Besitz­ver­hältnisse auf dem Areal sind ver­zwickt. So gehören einzelne Flä­chen den ehemaligen Keller Zie­ge­leien, andere der Zürcher Frei­lager AG und wieder andere sogar der Gemeinde Ror­bas. Einige Grundstücke sind dann wieder im Bau- und sogar Unter­bau­recht vergeben. Und diese Verträge laufen teilweise noch lange Jahre. Bernhardsgrütter sieht denn vorerst nur auf einer brachlie­genden Fläche neben dem Bahnhof Entwicklungspo­ten­zial. «Bis in das Jahr 2040 ist etappen­weise aber vieles denkbar», sagt sie. Gebäude wird renoviert Die Zürcher Freilager AG denkt aber nicht an einen Rückzug aus Embrach. «Der Standort hat eine Zukunft, und wir werden dar­an festhalten», sagt Standortleiter Hel­muth Kammacher. Man sei der­zeit sogar dabei, eines der ­Gebäude zu revitalisieren und ­gebe viel Geld dafür aus. Auf der brachliegenden Fläche neben dem Bahnhof könne er sich ein Pro­jekt durchaus vorstellen. «Es sollte aber im Zusammenhang mit dem Logistikbetrieb stehen.» Die Bauarbeiten für den Embraport begannen 1976. Über 100 Millionen Franken kostete der Bau damals. Am Ende umfasste er rund 120 000 Quadratmeter überdachte Flächen und ein Schie­nennetz von fünf Kilometern. ­ 100 Rampenplätze stehen zur Verfügung. Die Wahl des Stand­ortes Embrach erfolgte nicht zufällig. So durfte der Embra­port auch von 40-Tön­nern angefahren werden, da er nur zehn Kilometer von der Grenze entfernt liegt. Heute, wo die 40-Tönner in der Schweiz freie Fahrt geniessen, fällt dieser Standortvorteil weg. Dafür hat ein Teil des Embraports noch immer einen Zollfreistatus. «Das Zollfreilager wird gut genutzt, vor allem vom Orientteppichhandel», sagt Kammacher. Grosse Teile des Areals sind von der Transport­firma Kuehne + Nagel belegt, und ein Stahlbaubetrieb befindet sich darauf. Den Wegzug des Aldi-Verteilzentrums vor ein paar ­Jahren habe man verkraftet, sagt Kammacher.

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