Hagenbuch

Endlich Anschluss

Seit Sonntag gibt es eine Postautolinie, die direkt von Hagenbuch nach Elgg führt. Sie behebt einen Mangel im Fahrplan.

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«Die Eröffnung der Strecke ist für uns ein historischer Anlass», rief die Gemeindepräsidentin von Hagenbuch Therese Schläpfer (SVP) anlässlich der Einweihungsfeier den rund 50 Anwesenden zu. Natürlich sei das Dorf schon lange an eine Postautolinie angebunden, die über den Thurgau führe. Und die Hagenbucher Bevölkerung habe es stets geschätzt, via Thurgau abgeholt zu werden, aber dass der Weg nach Zürich und Winterthur nun kürzer sei, komme vielen entgegen.

Die neue Verbindung hat nicht nur in Sachen Anbindung mehr Vorteile für die Bevölkerung von Hagenbuch, auch das Lösen von Fahrkarten ist nun einfacher. «Mit dem Umweg über Aadorf mussten wir mehr Zonen lösen, was das Ticket massiv verteuerte», sagte Therese Schläpfer weiter. Das sie nun weniger Zonen lösen müssten, sei weiterer Vorteil für die Leute. «Nun hoffen wird, dass uns dieses Geschenk für immer erhalten bleibt.»

Eine neue Ära begonnen

Die Gemeinde Hagenbuch bezahlte schon seit Jahren Geld an den ZVV und war aber nicht an dessen Netz angeschlossen. In der Bevölkerung sorgte das immer wieder für Diskussionen. Bis anhin mussten die Hagenbucherinnen und Hagenbucher auf ihrem Weg nach Winterthur oder Zürich über Aadorf reisen. «Für uns beginnt eine neue Ära, nun sind auch wir an den Zürcher Verkehrsverbund angeschlossen», freut sich Therese Schläpfer. Sie betonte aber, dass die Bevölkerung trotz der neuen Nähe zu Elgg stets eigenständig bleibt. Das habe sich auch am vergangenen Abstimmungssonntag gezeigt, als die Bevölkerung mit 56 Prozent für die Selbstbestimmungsinitiative gestimmt habe.

«15 Jahre lang hat Hagenbuch für diese Postautolinie gekämpft», erklärt die ehemalige Gemeinderätin und Präsidentin der Regionalen Verkehrskonferenz Martina Möckli. Sie und der Elgger Gemeindepräsident Christoph Ziegler haben sich für diese Linie stark gemacht.

Die erste Fahrt

Viele Hagenbucherinnen und Hagenbucher liessen es sich nicht nehmen, auf der ersten Fahrt nach Elgg dabei zu sein. Das Postauto war bis auf den letzten Platz besetzt. Alexander Häne, Leiter Planung bei der PostAuto Region Zürich betonte, dass der Ausbau der S-Bahn 12 den Ausschlag dazu gegeben habe, die Linie auszubauen. «Wir hoffen, dass Sie diese Linie rege benutzen, damit sie auch in Zukunft rentabel ist.»

In Elgg am Bahnhof angekommen, begrüsste Christoph Ziegler die Reisenden. Er hoffe, dass die Hagenbucher nun noch mehr von der Infrastruktur in Elgg profitieren, da sie nun jede halbe Stunde eine Verbindung in sein Dorf hätten. Ausserdem überreichte er allen Anwesenden, einen «Elgger Mann» aus Zopfteig gebacken. «Damit sie ein Stück Elgg mit nach Hause nehmen können.»

(Der Landbote)

Erstellt: 09.12.2018, 15:28 Uhr

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