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Ener­gie­label stösst auf Nachfrage

Nach Seuzach ist auch Dinhard eine «Ener­gie­stadt». Um das Label bemühen sich derzeit vier weitere Gemeinden. Ihre Chancen stehen gut.

Seuzach wurde es bereits im Dezember überreicht, bald ist es auch in Dinhard so weit: Für ihre nachhaltige Ener­gie­politik erhält die Gemeinde das Label Ener­gie­stadt. «Wir möchten mit gutem Beispiel für die Bevölkerung vorangehen», sagt Gemeindepräsident Peter Matzinger. «Es reicht nicht, sich nur mit dem Label zu schmücken. Eine nachhaltige Ener­gie­politik muss von der Bevölkerung getragen werden.» Damit sei man allerdings gut unterwegs, viele Dinharder würden bereits sehr nachhaltig leben, sagt Matzinger. Da mache es nichts, dass ein «Leuchtturm» in energetischen Fragen, wie zum Beispiel ein Wärmeverbund, fehlt.

Um das Label zu erhalten, treten interessierte Gemeinden dem Trägerverein Ener­gie­stadt bei, worauf vor Ort eine Bestandesaufnahme durchgeführt wird. Von 79 standardisierten Massnahmen muss eine Gemeinde mindestens 50 Prozent umgesetzt haben. Im Fokus stehen erneuerbare Ener­gie­n, umweltverträgliche Mobilität oder effiziente Ressourcennutzung.

Hagenbucher kurz vor Ziel

In der Schlussbewertung hat Dinhard 54 Prozent erreicht. Auch die Gemeinde Hagenbuch weiss schon jetzt, dass sie es seit der Bestandesaufnahme vor zwei Jahren von 46 auf 54 Prozent geschafft hat. Der Gemeinderat prüfte verschiedene Projekte und setzte einige davon um, dar­un­ter im Schulhaus Fürstengarten, wo er die Gauben und Fenster erneuern liess. Nun ist das Label in Griffnähe. Laut Stefanie Huber von der Geschäftsstelle des Trägervereins wird bis Ende März über das eingereichte Dossier entschieden. Dieser Termin gilt auch für Unterstammheim, Oberstammheim und Waltalingen. Die Stammertaler Gemeinden haben ihr Ener­gie­stadt-Dossier gemeinsam eingereicht, was in der Region erstmals der Fall war.

345 Schweizer Gemeinden sind bereits «Ener­gie­städte». Die Mitgliedschaft kostet die Gemeinden laut Huber je nach Grösse zwischen 600 und 2600 Franken im Jahr, hinzu kommen Aufwendungen für die Beratermandate und für das abschliessende Audit. Bund und teilweise auch Kantone unterstützen die Vorhaben finanziell. Das Label verleiht eine unabhängige Kommission des Trägervereins und ist Teil des Programms Ener­gie ­Schweiz vom Bundesamt für Ener­gie­.

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