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Enttäuschung und Frust

Le Mans. Beim GP von Frankreich mussten sich die Schweizer Moto2-Piloten Dominique Aegerter und Tom Lüthi mit den Rängen 7 und 8 begnügen.

Dass es zum zweiten Mal in dieser Saison für die Schweizer Moto2-Piloten keinen Podestplatz geben würde, hatte sich schon früh abgezeichnet. Tom ­Lüthi, als Fünfter gestartet, hatte zwei Ränge verloren, Blitzstarter Dominique Aegerter (Startplatz 15) sieben gewonnen. Zusammen versuchte das Schweizer Duo mit ihren Suter-Maschinen, die Zweisekundenlücke zu den sechs vorne liegenden Kalex-Fahrern zu schliessen. Doch der Rückstand wurde nicht kleiner, sondern immer grösser. Sieger wurde wie vor zwei Wochen in Jerez der Finne Mika Kallio.

Die Kalex-Dominanz dürfte Eskil Suter, dem Chassisbauer aus Turben­thal, einiges Kopfzerbrechen bereiten. Nachdem im Qualifying mit Lüthi auch nur ein Suter-Fahrer in den Top Ten gelandet war, steckten die Techniker aus dem Zürcher Oberland in einer «Nachtschicht» die Köpfe zusammen, um die Probleme zu besprechen. Doch diese wurden am Renntag nicht kleiner.

Der 23-jährige Aegerter, 2014 schon in Austin (3.) und Jerez (2.) auf dem Podest, war der «Sieg» im Direktduell gegen Lüthi nur eine kleine Genugtuung: «Ich bin einfach nur enttäuscht. Tom und ich versuchten alles, fuhren ständig am und über dem Limit und machten dadurch auch kleine Fehler.»

Lüthi, der in Le Mans schon dreimal gewinnen konnte, war nach den 26 Runden überhaupt nicht glücklich. «Ich bin stinksauer und frustriert. Ich habe voll gepusht, fuhr am Limit und trotzdem hatten Domi und ich keine Chance gegen die Kalex-Konkurrenz. Der Zeitverlust ist einfach zu krass.»

Mit dem nach einer Grippe von Schüttelfrost geplagten Randy Krummenacher, der in Le Mans als 13. bei acht Auftritten schon zum siebten Mal WM-Zähler holte, konnte wenigstens ein Schweizer zufrieden sein.

Marquez bricht weitere Rekorde

Er ist erst 21 Jahre alt – und bricht Rekorde am Laufmeter: Marc Marquez, der spanische Überflieger in der Moto-GP, gewann in Le Mans in seinem erst 100. WM-Rennen schon zum 36. Mal. Marquez ist der erste Fahrer seit Gia­como Agostini 1972, der in der Königsklasse die ersten fünf Saisonrennen gewinnen konnte. Und er ist der jüngste Fahrer mit fünf Siegen in Serie und löst Mike Hailwood ab, der 1962 schon 22 Jahre und 160 Tage alt war. (si)

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