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Entwicklungsbank aufgeschoben

Durban. Die fünf wichtigsten Schwellenländer haben zum Abschluss ihres Gipfeltreffens im südafrikanischen Durban ihre Absicht bekräftigt, künftig stärker zusammenzuarbeiten. Der grosse Durchbruch gelang jedoch nicht: Die Brics-Staaten schoben die Gründung einer Entwicklungsbank auf. Überraschend konnten sich die Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika bis gestern in einigen grund­legenden Punkten nicht verständigen. Umstritten sind unter anderem die Grösse des Instituts, die Kriterien für die Vergabe von Geldern sowie ihr Sitz.

Im Gespräch ist eine Einlage von insgesamt 50 Milliarden Dollar. Welchen Anteil die einzelnen Staaten erbringen sollen, ist noch unklar. «Wir haben beschlossen, formale Verhandlungen zur Gründung einer Brics-geführten Entwicklungsbank aufzunehmen», sagte Südafrikas Präsident Jacob Zuma zum Abschluss der Konferenz. De facto heisst dies eine weitere Verzögerung der Bankgründung, die schon seit einem Jahr geplant ist.

Die neue Entwicklungsbank soll nach bisherigen Plänen vor allem In­frastrukturprojekte finanzieren. Die Brics-Staaten benötigen dazu nach Zumas Angaben in den kommenden fünf Jahren 4,5 Billionen Dollar. (sda)

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