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Epilepsie - richtig handeln

Die Epilepsie an sich ist eigentlich nichts Gefährliches. Jedoch besteht das Risiko, dass sich Erkrankte während Anfällen verletzen. Bei grossen oder Grand-Mal-Anfällen kann es zudem zu einem lebensbedrohlichen Status epilepticus kommen, bei dem Anfälle dicht hintereinander folgen oder andauern. Die glücklicherweise seltene Situation kann nur mit intravenös verabreichten Medikamenten gestoppt werden. Ein Notruf an die Sanität ist also dringlich.Wenn man Zeuge eines epileptischen Anfalls wird, empfehlen sich die folgenden Vorgehensweisen:

  • Beim Grand-Mal-Anfall:Darauf achten, dass sich der Betroffene nicht verletzen kann (etwas Weiches unter den Kopf legen). Brille abnehmen, beengende Kleidungsstücke am Hals lockern. Genau beobachten und die Dauer festhalten.
  • Nach Abklingen der Krämpfe: Seitenlagerung Atemwege befreien. Beim Betroffenen bleiben und Ruhegelegenheit schaffen.
  • Bei Absenzen: Dabei bleiben und Betroffene begleiten, bis sie sich ganz erholt haben.

Bei allen Anfallarten sollte man nicht versuchen, den Zustand irgendwie zu unterbrechen oder Zuckungen zu unterdrücken. Überholt ist auch der frühere Rat, Betroffenen etwas zwischen die Zähne zu schieben, um einen Zungenbiss zu verhindern. Gefährlich wäre es, jemandem während des Anfalls Getränke einzuflössen.?Informationen beim Schweizerischen Verein für Epilepsie (Selbsthilfe-Organisation) www.epi-suisse.ch, Tel. 043 488 68 80, oder der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie (Fachverband) www.epi.ch, Tel. 043 488 67 77.

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