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Erdogan fordert von Deutschland mehr Hilfe auf dem Weg in die EU

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat das Interesse seines Landes an einem EU-Beitritt unterstrichen. Er fordert dabei eine stärkere Unterstützung der deutschen Regierung ein.

"Wir erwarten von Deutschland, dass wir Unterstützung auf dem Weg in die EU und bei Beitrittsprozess bekommen. Wir wünschen, dass sich Deutschland noch mehr einsetzt als bisher", sagte Erdogan am Dienstag in Berlin in einer Rede vor der "Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik".

Nicht nur die Türkei brauche die EU, sondern auch die EU die Türkei, sagte er unter Hinweis auf die Krisen im Nahen Osten und Nordafrika. Zugleich bekannte er sich zur Fortsetzung von Reformen im Rahmen der Beitrittsverhandlungen.

Auf wirtschaftliche Probleme und die Abwertung der türkischen Lira angesprochen verwies Erdogan darauf, dass die wirtschaftliche Dynamik des Landes mit fast 77 Millionen Einwohnern ungebrochen sei. Die Türkei habe auch im vierten Quartal 2013 ein Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent gehabt. Damit gehöre sie weiter zu den am stärksten wachsenden Ländern in der Welt.

Erdogan trifft am Mittag Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Ministerpräsident wird zudem mit Aussenminister Frank-Walter Steinmeier und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zusammenkommen. Merkel lehnt einen EU-Beitritt der Türkei ab, will aber die 1999 begonnenen Beitrittsverhandlungen fortsetzen.

(sda)

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