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Erleichterung nach den ersten Punkten

Im zweiten Anlauf hat auch Sauber in der Formel-1-Weltmeisterschaft Fuss gefasst. Ein Jahr nach dem unerwarteten zweiten Platz von Sergio Pérez gab es in Malaysia wieder Grund zum Jubeln. Nico Hülkenberg eroberte in seinem ersten Rennen für das Schweizer Team nach einer fantastischen Startphase auf nasser Piste sowie knallharten Duellen mit Kimi Räikkönen den achten Platz und landete damit auch bei seinem dritten Auftritt in Sepang in den Punkten.

Esteban Gutiérrez tauchte ebenfalls kurzfristig in den Top 10 auf, musste aber wegen der zu raschen Abnutzung der Reifen seine geplante Strategie ändern und kam nach einem zusätzlichen Stopp wie bereits in Australien als Zwölfter ins Ziel.

«Mit den ersten Punkten sind wir sehr zufrieden, mit der Performance noch nicht. Nur wenn es etwas länger nass geblieben wäre, hätte ein noch besseres Resultat herausschauen können. Auf den Intermediates-Reifen sind wir derzeit konkurrenzfähiger», meinte Teamchefin Monisha Kaltenborn. «Wir werden uns aber bemühen, rasch auch mit den Trockenreifen dieses Niveau zu erreichen. Die Voraussetzungen dazu stehen gut, wenn wir die Erfahrungen aus dem Windkanal auf der Piste umsetzen können. Da gibt es noch Nachholbedarf. Wir müssen das Auto besser verstehen lernen.»

Das Duell mit Räikkönen

Erfreut zeigte sich Kaltenborn über die tolle Leistung von Nico Hülkenberg. «Er hat einen guten Job gemacht und das Bestmögliche herausgeholt, obwohl er beim Start eine Endplatte am Heckflügel beschädigte und auch eine Rad-an-Rad-Kollision mit Kimi Räikkönen hatte.

Der lange dauernde Zweikampf zwischen dem einstigen und dem aktuellen Sauber-Fahrer liess die sehr gut arbeitende Boxenmannschaft den Atem anhalten. Die beiden kamen sich nicht bei einer fast gleichzeitigen Boxenausfahrt in die Quere. Lange konnte Hülkenberg den schwarzen Lotus auch mit den Trockenreifen hinter sich halten, schliesslich aber musste er ihn ziehen lassen. «Das Potenzial ist da, jetzt müssen wir noch an Details arbeiten», meinte der Deutsche. Das Trauma von Melbourne, wo er gar nicht starten konnte, ist abgehakt,

Dass sich Räikkönen über eine heikle Si­tua­tion beschwert hat, versteht er: «Ich habe ihn schlicht nicht gesehen, als er aussen vorbeiwollte. Ich habe ihn erst dann bemerkt, als wir uns berührt haben. Es nicht meine Art, einen Gegner abzudrängen. Das ganze Duell zuvor war aus meiner Sicht im grünen Bereich. Es war hart, aber wir fahren hier auch nicht, um etwas zu verschenken. Da kämpft man um jeden Meter.» Der Vormarsch vom zwölften auf den fünften Platz im Nassen hatte er richtig genossen. «Das war sehr schön, doch leider steckte ich teilweise im Verkehr. Hätte ich freie Fahrt gehabt, wäre sogar noch mehr möglich gewesen.» (pl)

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