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Ermittler finden nach Nemzow-Mord mögliches Fluchtauto der Täter

Nach dem Mord am russischen Oppositionsführer Boris Nemzow haben Ermittler möglicherweise das Fluchtauto der Täter gefunden. Der TV-Sender Rossija 24 zeigte das weisse Fahrzeug mit einem Nummernschild der Teilrepublik Inguschetien, die im islamisch geprägten Konfliktgebiet Nordkaukasus liegt.

Von den Tätern fehlte laut dem Sender allerdings jede Spur. Nemzow war in der Nacht zum Samstag mit einer Makarow-Pistole hinterrücks auf der Strasse in Kreml-Nähe erschossen worden. Zuletzt hatten Ermittler als einen von mehreren Ermittlungsansätzen auch einen islamistischen Hintergrund für den Mord nicht ausgeschlossen.

Nach Darstellung der obersten Ermittlungsbehörde in Moskau hatte es gegen Nemzow Drohungen gegeben, nachdem der Politiker sich im Zuge des Anschlags auf das Pariser Satiremagazin "Charlie Hebdo" solidarisch mit den Franzosen gezeigt hatte.

Nach einer grossen Trauerkundgebung im Zentrum von Moskau an diesem Sonntag soll der Sarg mit dem Leichnam Politikers im Sacharow-Menschenrechtszentrum aufgebahrt werden. Dort sollen die Menschen nach russisch-orthodoxem Brauch am Dienstag Abschied nehmen können von dem früheren Vize-Regierungschef. Anschliessend ist die Beisetzung auf dem Prominentenfriedhof Trojekurowo geplant.

(sda)

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