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Erneut Proteste in Jordanien gegen höhere Treibstoffpreise

In Jordanien haben den neunten Tag in Folge Hunderte Menschen gegen höhere Benzinpreise protestiert. Die Demonstrationen vom Freitag richteten sich auch gegen geplante Parlamentswahlen und die Herrschaft von König Abdullah II.

In der Hauptstadt Amman verbrannten Aktivisten Wählerausweise und riefen zum Boykott der für Januar geplanten Abstimmung auf. Sie kritisieren die Wahlen als Farce und das derzeitige Wahlrecht als undemokratisch. Vor allem die Muslimbruderschaft will die Wahlen boykottieren.

Proteste gegen die Regierung gibt es in Jordanien seit fast zwei Jahren. Bislang hatten die Demonstranten vor allem Reformen gefordert. Der König sollte Macht ans Parlament abtreten. Nun werden auch Rufe nach einem Regimewechsel laut.

Am 13. November hatte die Regierung eine sofort wirksame Kürzung von Zuschüssen für Heizmittel und Treibstoffe angekündigt. Preise für Benzin stiegen um ein Drittel, Gas zum Heizen oder Kochen kostet nun das Doppelte.

Jordanien steckt derzeit mitten in einer Energiekrise. Anders als seine an Erdöl reichen Nachbarn hat das Land kaum eigene Bodenschätze. 98 Prozent seines Energiebedarfs deckt Jordanien über Importe.

(sda)

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