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Erneut Tote bei Unruhen

Das erste Treffen des neuen libyschen Parlaments ist von einer Welle der Gewalt überschattet worden.

Allein in der libyschen Hauptstadt Tripolis kamen am Wochenende nach Regierungsangaben bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen um die Kontrolle des Flughafens mindestens 22 Menschen ums Leben. Im ostlibyschen Benghazi beherrschen radikalislamische Gruppen gemäss Medien weite Teile der Stadt. Die Kämpfe gelten als eine der schlimmsten Krisen im Land seit dem Sturz des Diktators Muammar al-Ghadhafi vor drei Jahren. Das Militär und die Regierung sind nicht in der Lage, für Ruhe zu sorgen und die zahlreichen Milizen und Islamistengruppen zu entwaffnen. Trotz der dramatischen Sicherheitslage soll das neu gewählte Parlament heute offiziell die Arbeit aufnehmen. Bereits am Samstag versammelten sich mehr als 150 Abgeordnete in der ostlibyschen Stadt Tobruk. Wegen der Sicherheitslage war es den Ende Juni gewählten Abgeordneten nicht möglich, sich wie geplant in der ostlibyschen Metropole Benghazi – eine für den Ölexport wichtigen Hafenstadt – zu versammeln. So blieben unter anderem Abgeordnete aus der Stadt Misrata der Sitzung fern. Damit protestierten sie gegen die Entscheidung, das Treffen der Abgeordneten in Tobruk abzuhalten. Wegen der Kämpfe in Tripolis und Benghazi war die Sitzung in die mehrere Hundert Kilometer östlich gelegene Stadt verlegt worden – nahe der Grenze zu Ägypten. Viele Libyer verbinden mit dem neuen Abgeordnetenhaus die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt und auf mehr Stabilität im Land. Bei der Wahl Ende Juni waren nur unabhängige Kandidaten und keine Parteilisten erlaubt.

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