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Erst ein Sieg im Kellerduell, dann ein Dämpfer im Cup

Mit einem 9:4 gegen Waldkirch-St. Gallen gelingt dem HC Rychenberg der ersehnte erste Sieg in der Meisterschaft. Tags darauf folgte jedoch die 6:7-Niederlage gegen Thun im Cup.

Mit Vorschusslorbeeren war der HC Rychenberg in die Saison gestartet. Doch fünf Niederlagen in den ersten fünf Meisterschaftsrunden haben das Team von Rolf Kern unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt. In der sechsten Runde gelang es nun endlich, den Bann zu brechen und mit einem auch in dieser Höhe verdienten 9:4 gegen Waldkirch-St. Gallen den ersten Sieg zu realisieren. Dank dieser drei Punkte konnte die rote Laterne an die Ostschweizer abgetreten werden. «Es fiel mir ein grosser Stein vom Herzen», gestand Trainer Rolf Kern. «Wichtig war einzig und ­allein, dass wir gewannen. Erfreulich war aber auch, dass wir neun Tore erzielten und wie gut sich – von der Bank kommend – Niklaus Gassmann beim Penalty und Pascal Kern im Überzahlspiel einbrachten.»

Der Captain entscheidet die Partie

Die entscheidende Szene gegen Waldkirch-St. Gallen trug sich in der 43. Minute zu. Die Winterthurer hatten sich kurz vor der zweiten Pause ungeschickt verhalten und darum in den letzten 26 Sekunden zwei Drittel ihres erarbeiteten 4:1-Vorsprungs eingebüsst: Zuerst hatten sie nach einem evidenten Foul an Jens Frejd so lange den angezeigten, aber ausbleibenden Pfiff der Schiedsrichter gefordert, bis ein St. Galler nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Und zwei Sekunden vor der Pause liessen sie sich bei einem Freistoss erwischen.

Die Spieler schienen ob der Entwicklung des Geschehens in der Sporthalle Tal der Demut erstarrt. Nur einer nicht, der Captain. Während sich der Rest seiner Linie in der eigenen Platzhälfte aufhielt und mit dem Auswechseln beschäftigt war, luchste Lukas Grunder seinem Gegenspieler in der Spielfeldecke den Ball ab, zog unwiderstehlich zur Mitte und traf aus vier Metern exakt in die entfernte hohe Ecke. Auch wenn danach noch 17 Minuten zu spielen waren, war die Partie damit entschieden. Kerns Team fand in der Schlussphase mehr Platz vor und erhöhte sukzessive auf 9:4.

Vier Tore Vorsprung reichen nicht

Dass tags darauf im Cup-Achtel­final gegen Thun eine 5:1-Führung nicht zum Weiterkommen reichte, zeigt freilich unstrittig, dass die Niederlagen in der Meisterschaft nicht spurlos an den Spielern vorübergegangen und Sicherheit und Contenance noch nicht wieder hergestellt sind.

Vierzig Minuten lang hatten die Winterthurer in Thun alles im Griff. Schon nach 26 Minuten führten sie 5:1. Frejd, Johannes Hartmann, Mikko Hautaniemi und zweimal Schaub hatten auf dem ungewohnten Parkettboden der Mehrzweckhalle für Unihockey und Rollhockey in Thun die Treffer zur Überlegenheit geliefert.

Doch der vermeintlich vorentscheidende Vorsprung reichte nicht für den Aufstieg in den Viertelfinal. Thun wurde in den letzten zwanzig Minuten zwar nicht stärker, aber Rychenberg baute ab. «Wir zogen unseren ‹Game Plan› nicht durch», ärgerte sich Kern. «Und statt die etwas offenere Spielweise des Gegners kaltblütig auszunutzen, verstrickten wir uns plötzlich in Einzelaktionen und spielten die Bälle dorthin, wo sie der Gegner haben wollte.»

Kam hinzu, dass die Winterthurer grosszügig Geschenke zu verteilen begannen. Ohne unter Druck gesetzt worden zu sein, unterliefen ihnen in der Vorwärtsbewegung drei derartige Flüchtigkeitsfehler, dass die Thuner dadurch allein vor Torhüter Janek Kohler in Ballbesitz kamen. Sie nahmen die Offerten dankend an und erzielten in der 50. Minute das entscheidende 7:6. rab

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