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Erst im Final gescheitert

Nur Höchst stand Marcel Waldispühl und Peter Jiricek vor der Sonne. Die Weltmeister schnappten den Winterthurern den Sieg im Gesamtweltcup im letzten Moment weg.

Der dreifache Weltmeister Peter Jiricek ist der einzige Spieler, der alle 13 Finalturniere um den Gesamtweltcup bestritten hat. Es ist jedoch auch der einzige Titel, der ihm in seinem Palmarès noch fehlt. Entsprechend kon­zen­triert startete Jiricek mit seinem Torhüter Marcel Waldispühl gegen zwei deutsche Teams ins Turnier. Nach dem 4:2-Auftaktsieg gegen Gastgeber Grosskoschen folgte ein 3:3 gegen die Gebrüder Kopp aus Obernfeld. Auffallend war, dass die Winterthurer immer einem Rückstand nachjagten. Den wichtigen Ausgleich erzielten sie erst dreissig Sekunden vor Schluss. Es folgte ein 4:3-Erfolg gegen Dornbirn und eine 3:5-Niederlage gegen Weltmeister Höchst. Da Obernfeld und Winterthur punktgleich waren, musste das Penaltyschiessen dar­über entscheiden, wer Höchst in den Halbfinal begleitet. Alle Versuche wurden verwertet, bis Marcel Waldispühl den Viermeter von Manuel Kopp hielt. Danach verwandelte er selbst seinen Versuch sicher und brachte damit Winterthur unter die besten vier. Aus der zweiten Vorrundengruppe qualifizierten sich Altdorf und das deutsche Team aus Eberstadt. Rote Karte gegen Altdorf Die Innerschweizer qualifizierten sich ohne Verlustpunkte fürs Halbfinalspiel gegen Winterthur. Jiricek/Waldispühl nahmen das Spieldiktat von Beginn weg in die Hand. Feldspieler Peter Jiricek war offensiv gewohnt stark, während Torhüter Marcel Waldispühl ein sicherer Wert war. Zur Halbzeit führten die Winterthurer verdient 4:1. Auf der anderen Seite lief es dem Schweizer Meister nicht nach Wunsch. Dominik Planzer erhielt bereits in der ersten Hälfte aufgrund eines groben Foulspiels die Gelbe Karte. Eine Minute vor Spielende wurde er beim Stand von 2:4 erneut verwarnt, was die Rote Karte und eine 0:5-Spielwertung zur Folge hatte. Im Endspiel trafen die Winterthurer auf Höchst, das sich im Halbfinal gegen Eberstadt durchgesetzt hatte. Die jungen Weltmeister aus Vorarlberg zogen ihr gewohnt attraktives und schnelles Radball auf, während bei den Winterthurern die Luft sichtlich draussen war. Zur Pause lagen die Schweizer bereits mit 0:3 im Hintertreffen. Mit 5:1 gewannen Schnetzer/Bröll – auch in dieser Höhe verdient – das Finalspiel um den Gesamtweltcup 2014. Das Duo aus Höchst gewann alle Titel in diesem Jahr: die Meisterschaft, den Cup, den Europacup, die Weltmeisterschaft und nun den Gesamtweltcup. Wie im Vorjahr wurden die Österreicher auch 2014 wieder UCI-Rankingsieger und durften vom Technischen Delegierten für den Radball-Weltcup, dem Winterthurer Hanspeter Flachsmann, den Glaspokal entgegennehmen. Löwencup am 10. Januar Die Winterthurer Radballer krönten mit dem zweiten Rang im Gesamtweltcup eine sehr erfolgreiche Saison. Einzig die Heim-SM in Oberseen verpatzten sie. «Dieser erneute Podestrang beflügelt uns für die neue Saison», lautete ihr Fazit. Der erste Saisonhöhepunkt ist bereits in einem Monat. Das internationale Turnier um den Löwencup findet am 10. Januar 2015 in der Sporthalle Steinacker in Winterthur statt. Daniel Frei

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