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Erste grosse Beuys-Ausstellung in Moskau eröffnet

Mit einer ersten grossen Ausstellung von Arbeiten des politischen Künstlers Joseph Beuys (1921-1986) präsentiert sich Deutschland in diesem Jahr in Russland. Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, eröffnete am Dienstag die Werkschau.

Die bis 14. November angesetzte Ausstellung im Moskauer Museum für Moderne Kunst unter dem Titel des gleichnamigen Beuys-Manifests "Aufruf zur Alternative" solle diesen herausragenden Künstler des 20. Jahrhunderts umfassend vorstellen, sagte Lehmann: "Joseph Beuys ist bis dato ein Mythos in Russland - keiner kennt ihn wirklich"

Zu sehen sind neben dem klassischen Filzmantel auch Videoarbeiten, Hunderte Bilder und raumfüllende Skulpturen wie die "Strassenbahnhaltestelle - ein Monument für die Zukunft".

Die verrostete Schiene, die scharfkantigen Rohre und Stangen inmitten von Plastiken der griechischen Antike erzeugten eine Spannung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sagte Kurator Eugen Blume von der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin.

Thema ist auch der Einfluss von Beuys auf die Entwicklung zeitgenössischer russischer Kunst, wie das Moskauer Museum mitteilte. Dabei gehe es nicht zuletzt um eine Aufhebung der politischen und kulturellen Spaltung von Ost und West.

In einem Katalog zur Schau schreiben mehrere russische Experten über die Auseinandersetzung mit Beuys in dem Riesenreich, wo es politische Kunst traditionell nicht leicht hat. Die Ausstellung ist Teil des im Sommer eröffneten Deutschlandjahres in Russland. Bei der Werkschau sind auch Vorträge und Diskussionen geplant.

(sda)

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