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Erste Sparrunde bringt 32 Millionen

Der Stadtrat hat ein erstes Massnahmenpaket vorgelegt, mit dem er einen grossen Teil des Lochs in der Stadtkasse von insgesamt 55 Millionen stopfen will. Eine Steuererhöhung ist (noch) nicht vorgesehen.

Die «Sparliste», die der Stadtrat gestern vorgestellt hat, betrifft alle Teile der Stadtverwaltung. «Wir sparen aber nicht mit dem Rasenmäher», sagte Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) vor den Medien. Man habe klare Prioritäten gesetzt und einzelne Projekte ausgewählt. Die erste Tranche des Sparpakets Effort 14+ umfasst insgesamt 130 Massnahmen mit einem Sparpotenzial von 32 Millionen. Das sind rund 60 Prozent des angepeilten Gesamtbetrags von 55 Millionen Franken. Den grössten Beitrag leistet das Departement Schule und Sport mit über sechs Millionen Franken, gefolgt vom Departement Soziales mit 4,65 Millionen. Betroffen ist aber auch der Kulturbereich: Alleine beim Theater Winterthur sollen 623 000 Franken eingespart werden. Weiter werden die Kultursubventionen um 470 000 Franken gekürzt. Die grösste Einzelmassnahme betrifft das städtische Personal gesamthaft: 2014 wird kein Stufenanstieg gewährt und kein Teuerungsausgleich bezahlt, was rund sieben Millionen einspart. Weiter werden rund 27 Stellen abgebaut und sechs neue, bereits bewilligte Stellen nicht besetzt. Der Abbau soll möglichst über natürliche Abgänge erfolgen. Nur noch fünf Stadträte Neben den Einsparungen, die bereits nächstes Jahr wirksam werden, plant der Stadtrat auch eine grosse Verwaltungsreform. Diese macht auch vor dem eigenen Gremium nicht halt: Die Stadtregierung soll ab 2018 nur noch aus fünf statt wie bisher aus sieben Mitgliedern bestehen. «Nur mit einer umfassenden Reform bekommen wir die Finanzen langfristig in den Griff», sagte Stadtpräsident Künzle. Für die schiefe Finanzlage machte Stadträtin Yvonne Beutler (SP) unter anderem das rasche Wachstum der Stadt verantwortlich: «Dieses bezahlt sich bis jetzt noch nicht aus.» Eine Steuererhöhung ist im ersten Sparpaket nicht enthalten. Der Stadtrat will diese Möglichkeit nur als «letztes Mittel» ergreifen.

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