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Es dampfte, schnaubte und pfiff

Das Schulhaus Altlandenberg und das Zen­trum Grosswis in Bauma verwandelten sich am Wochenende in ein Paradies für alle «kleinen» Eisenbahnfans. Die Besucher konnten an der elften «Plattform der Kleinserie» in eine eigene Modellwelt eintauchen. In dieser drehten sich die Eisenbahnen nicht einfach bloss auf Schienen im Kreis, sondern fuhren durch Landschaften, wie sie kaum schöner gestaltet werden könnten.

Über 80 Hersteller aus der Schweiz und Europa präsentierten ihre detailgetreuen Nachbauten von Loks, Wagen und Zubehör, in denen meist stundenlange Handarbeit steckt. In den Ausstellungsräumen waren überall staunende Gesichter auszumachen. Es entwickelten sich auch angeregte Diskussionen unter Fachleuten: «Was halten Sie von der neuen Technik der Verschaltungen?», fragte etwa jemand. «Aha, die Computersoftware ist überarbeitet worden, die Realitätstreue ist kaum mehr zu überbieten», meinte ein anderer Teilnehmer. Nicht nur die Schönheit und der Detailreichtum, sondern auch die Technik an sich bot viel Gesprächsstoff.

Überall dampften, schnaubten und pfiffen grosse und kleine Lokomotiven. DH-Präzisionsmodelle präsentierte beispielsweise das originalgetreue Modell des Orient­expresses in Spur 0. Egal, ob rauchende Loks, Licht- und Schaltanlagen, digitale An- und Abkopplungsmodule, Weichen oder Workshops für Miniaturbau – es war für alle etwas dabei. Höchste Funktionalität und Präzision fanden sich in jedem Modell.

Frauen kümmerten sich um verspielte Modellarbeiten naturgetreuer Vegetationen in wunderschönen Landschaften, liebevoll bemalte Figuren und schmückende Accessoires. Viele Stände widmeten sich auch vergangenen Zeiten. Alles war bis ins kleinste Detail nachgestellt. Egal, ob Orte, Autos oder Gegenstände. Selbst einstige Modetrends wurden berücksichtigt. Die Figuren wurden mit entsprechenden Kleidern bemalt. Nostalgie neben Moderne.

Im Festzelt trafen sich Familien und Experten während des gesamten Wochenendes zur kulinarischen Stärkung und interessanten Gesprächen.

Je kleiner die Modelle, desto schwieriger die Umsetzung der Details. Doch wie klein sie auch waren, es wurde nie auch nur die kleinste Kleinigkeit ausgelassen und so manches Mal wünschte man sich eine Lupe, um noch tiefer in diese faszinierende Welt der Miniaturen eintauchen zu können. In der Fantasie hätte man am liebsten gleich in einem der prächtig ausgestatteten Reisewaggons Platz genommen.

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